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| Im Bäckereimuseum |
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Gegen 60 Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung der Kirchgemeinde Tänikon. An vier Dorfplätzen in Ettenhausen und Guntershausen konnte in den Doppelstock-Tony-Reisecar zugestiegen werden. |
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Bei leichter Bewölkung, die Reise verlief jedoch bei angenehmer Temperatur durchs Toggenburg. Die in den letzten Jahren erstellten Umfahrungen durch Tunnels unter anderem bei Bazenheid, Lichtensteig und Wattwil, erlauben zügige Fahrt. Eine Augenweide war die intakte, schöne Landschaft, abgeerntete Felder, sauber gemähte Wiesen und überall weidendes Vieh bei den landwirtschaftlichen Siedlungen als auch die bereits bunt gefärbten Obstbäumen. Der Herbst ist eingezogen, fast einen Monat früher als sonst, was man auch an der Frühreife der Früchte feststellen konnte.
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Nach dem Rickenpass erblickte man schon den Zürichsee. Weiter ging es über Gommiswald, Kaltbrunn nach Benken, dem Ziel mit dem Bäckereimuseum und dem angegliederten Restaurant Bretzelstube. Im Ausstellungssaal begrüsste der Inhaber Paul Wick die Gäste und berichtete über die hoch interessante Entstehungsgeschichte des Bäckereimuseums.
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Im Jahr 1960 begann er mit der Sammlung von Formen und Geräten, die er in der Freizeit restaurierte. Die Sammelstücke häuften sich, und so begann die Ausstellung in einem kleinen Museum in Rapperswil, was auch rege besucht wurde, insbesondere von Schulklassen und Berufsschulen. So entfaltete sich auch vom Schweizer Bäckerverband ein grosses Interesse an einem Bäckereimuseum. Dieser gelangte an Paul Wick mit der Frage, ob er Raritäten des Bäckereiberufes ausstellen möchte, da dieser sein Museum teilweise auflösen wollte.
Unglaubliche Vielfalt
Diese Umstände und der knapp gewordene Platz waren Grund genug, sich nach grösseren Räumlichkeiten umzusehen. Kurz entschlossen wurde das Elternhaus in Benken, früher auch Käserei und Schweinestall, zum Museum und Restaurant grosszügig umgebaut. Ein grosser Teil der Ausstellungsobjekte kommt aus Bäckereien im Kanton St. Gallen, die leider ihre Tore infolge Entstehung von Grossbäckereien und Rationalisierung schliessen mussten.
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Unglaublich, was im Museum so alles zu sehen ist. So zum Beispiel Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriegeräte, einige Hundert Osterhasenformen, verschiedene Biber- und Tirggelmodelle, Arbeitsgeräte zur Getreideernte und vieles, vieles mehr. Wahrhaftig, das muss man gesehen haben.
Im Obergeschoss befinden sich Wohneinrichtungen aus alter Zeit wie auch eine Drehorgel, in einem antiken Kasten eingebaut. Elf klassische Werke können darauf klangrein abgespielt werden. Alles in allem einfach fantastisch aufgebaut und sehenswert.
Erwähnt sei auch der im Neubau integrierte, fein geschnitzte präparierte Mammutbaum, vom Erdgeschoss bis an die Decke im Obergeschoss reichend. |
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Eine kleine «Tremola»
Nach der Besichtigung wurde ein feines Mittagessen serviert, alsdann folgte die Verabschiedung der fröhlichen Gesellschaft durch das Wirteehepaar.
Weiter ging die Fahrt über Ziegelbrücke, Weesen über die kurvenreiche Strasse – fast wie eine kleine «Tremola» auf der Gotthard-Südseite – hinauf nach Amden-Arvenbühl. Die Aussicht war nicht allzu klar, entferntere Bergspitzen waren teils hinter Wolkenfeldern versteckt. Der von der Kirchgemeinde in verdankenswerter Weise spendierte Zvieri im Hotel Arvenbüel mundete vorzüglich. Nach gemütlicher Heimfahrt erreichte die illustre Gesellschaft rechtzeitig wohlbehalten die heimatlichen Gefilde.
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| Recht herzlicher Dank gebührt sowohl Chauffeur Franco Köberle für die anspruchsvolle Fahrt als auch dem Reiseteam Hedi Biber und Claudia Müller für die mustergültige Organisation. (bb) |
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