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FGT-Reise nach Budapest
27. bis 30. August 2009

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Budapest    
     
Donauknie und Puszta    
     
Budapest    
     

Hana Nosal hat die Reise für die Frauengemeinschaft Tänikon  FGT perfekt organisiert, die abwechslungsreichen, interessanten Ausflüge in Budapest und Umgebung waren ein Genuss.
Die Reiselustigen der FGT, Ehemänner und Bekannte wurden in Budapest mit sommerlicher Hitze von mehr als 30 Grad empfangen
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Budapest


Reiseorganisatorin Hana Nosal, die sehr gut Deutsch sprechende Führerin Valeria und Carchauffeur Laslo haben uns von Donnerstag bis Sonntag viel über Ungarn beigebracht und sorglose, humorvolle Tage bereitet. Die grösste Sorge war zu Beginn, wo können wir genug kühles Wasser kaufen, um den riesigen Durst zu löschen.
Nach der Ankunft begann die Stadtrundfahrt in Pest, dem auf der linken Seite der Donau liegenden flachen Stadtteil.

Wir besichtigten die Basilika St. Stephan, welche im Grundriss einem griechischen Kreuz gleicht und 8500 Personen Platz bietet.
     
Budapest   Budapest
     

Trotz Mittagshitze und knurrendem Magen wurde noch auf dem Heldenplatz Halt gemacht.

Wir bestaunten die riesige Statue von Erzengel Gabriel, welcher in einer Hand die heilige ungarische Krone und in der anderen das apostolische Kreuz hält und den Mittelpunkt des Platzes bildet, umrahmt von Säulenhallen mit Statuen berühmter Persönlichkeiten aus der ungarischen Geschichte

     
Budapest
  Budapest
     
Das typisch ungarische Mittagessen wurde in der grossen Markthalle serviert.
Der grösste überdachte Markt, eine Eisenkonstruktion, Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und früher auf unterirdischen Kanälen direkt per Boot erreichbar, bietet noch heute ein breites, interessantes Angebot an Gemüse, Fleisch, Obst, Gewürzen, Schnäpsen und Stickereien.
     
Budapest   Budapest
     
Die Fahrt durch Pest zeigte eine Stadt, Ende des 19. Anfangs des 20. Jahrhunderts in der Königs- und Kaiserzeit erbaut, im Stil sehr nach Frankreich und Österreich orientiert. Mehr als die Hälfte war im zweiten Weltkrieg zerstört und wieder im gleichen Stil aufgebaut worden.
     
Budapest  

Jetzt wäre eine Rennovation dringend notwendig, doch das Geld fehlt. Erfrischt von Dusche und Ruhe war die Spannung gross auf das angekündigte ungarische Nachtessen, begleitet von einem Folkloreprogramm mit humoristischen Einlagen.

Nach der deftigen Küche beschlossen mehrere, den ersten Abend in einer Pinte oder dem berühmten, prunkvollen Künstlerkaffee New York mit einem Schlummertrunk abzuschliessen.

     
Budapest   Budapest
     

Am Freitag ging die Fahrt Richtung Donauknie.
Entlang der Strasse reihten sich ehemalige russische Soldatenquartiere, die heute zu Eigentumswohnungen und Universitäten umgebaut sind. Der Weg führte weiter entlang der Schwabendörfer. Nach dem Überfall der Türken waren ganze Landstriche entvölkert. Kaiserin Maria Theresia liess deshalb Deutsche ansiedeln, noch heute wird der Name Schwabendörfer verwendet, denn es wird in den Familien noch immer ein altes Deutsch gesprochen und in den Schulen ist die deutsche Sprache Pflichtfach.

Valeria zeigte uns die am Donauknie liegende Kleinstadt  Eszertgom, einst Königssitz, dann 250 Jahre lang Ungarns erste Hauptstadt und bis heute Zentrum des ungarischen Katholizismus und Sitz des Erzbischofs. Hier wurde der Staatsgründer, der heilige Stephan geboren und im Jahre 1000 zum ersten ungarischen König gekrönt. Die Basilika, die grösste Kirche des Landes, thront über dem rechten Ufer der Donau

     
Budapest   Budapest
     
Erst das Innere erstrahlt in Gold, sehenswert ist auch die im Renaissance-Stil aus rotem Marmor errichtete Bakocs- Kapelle. Unser nächstes Ziel, die obere Burg von Visegrad bot eine wunderbare Aussicht in das von Bergen umsäumte Tal am Donauknie.

Ein letzter Halt in der Region gab uns Gelegenheit, im zauberhaften Städtchen Szentendre mit mediterraner Atmosphäre, engen Gassen, schmalen, Kopfstein gepflasterten Wegen und farbig gestrichenen Häusern zu flanieren.
     
Budapest   Budapest
     
Einst Wohnort verschiedener Künstler locken heute nur noch Restaurants und Shops, Dinge zu erwerben, die man Zuhause dann doch nicht braucht. Das Abendprogramm, eine zweistündige Fahrt auf dem Operettenschiff mit Buffet- Abendessen und Vorführungen der Künstler der Budapester Oper war ein Genuss.
Tanz und Gesang waren so hervorragend, dass fast das beleuchtete abendliche Panorama zu kurz kam
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Budapest   Budapest
     
Auf dem Oberdeck liessen sich am Donauufer das Parlament, Burgpalast, Fischerbastei und die Brücken im Lichterglanz bewundern.
     
Budapest   Budapest
     

Für Samstag war in Budapest Regen vorhergesagt worden. Aber,  wenn Engel reisen scheint die Sonne. Nach einer Stunde Fahrt war das Land nur noch flach, die Erde sandig. In der Puszta im Süden von Budapest wurde ungarische Folklore geboten.

Csikos, die früher mit ihren Pferden und Kuhherden über das Land zogen, zeigten mit ihren Lipizzanern Spiele, mit denen sie sich in der Einsamkeit die Langeweile vertrieben.

  Budapest
     

Mit der Peitsche knallten sie aus schnellem Ritt Kegel vom Baumstrunk, ihre Pferde lernten liegen und sitzen und duldeten, dass die Csikos  auf ihrer Seite stehen und die Peitschen knallen liessen.
Mit Pferd und Wagen jagten sie möglichst schnell um die Runden, niemand von uns würde sich dabei je hinten auf den Wagen stellen. Der aufkommende starke Wind liess die Hitze erträglich werden, blies den Sand zu kleinen Dünen und war in unseren Schuhen und Haaren.

     
Budapest   Budapest
     
Budapest   Da der zur Begrüssung gereichte Aprikosenschnaps gut war, kam mancher mit einer Tüte aus dem Souvenirladen zurück. Auf dem Heimweg genossen wir einen Spaziergang durch die Fussgängerpromenade Vaci–utca. Viele weltbekannte  Kosmetik-, Bekleidungs- und Schuhmarken sind im Erdgeschoss der im 19. bis 20. Jahrhundert erbauten Häuser vertreten. Der Einfluss aus Wien ist unübersehbar. Das ehrwürdige Kaffeehaus, das Gerbeaud, bot uns Schutz vor dem kurzen leichten Regen. Die erste, schon 1896  auf dem Kontinent erbaute Untergrundbahn brachte uns zurück zum Hotel.
     

Die Wagen waren zwar nicht hundertjährig, aber doch arg mitgenommen und zeigten viele Rostspuren.

Der letzte Tag in Budapest begann wieder wolkenlos und heiss. Ja, wenn Engel reisen… Buda, der zweite Teil der Stadt, ist auf der rechten Seite der Donau auf dem Burg- und Gellértberg, die Füsse im Wasser erbaut. Die Burg wurde vor allem unter König Matthias in einen Renaissance-Palast umgewandelt. Immer wieder beschädigt,  ausgebessert und erweitert brannte der königliche Palast samt Mobiliar und wertvollen Gemälden während des zweiten Weltkrieges aus. Heute entstand darin ein Kulturzentrum.

 
     
Das Burgviertel wurde zu neunzig Prozent zerstört. Die verwinkelten Gassen, charmanten Bauten und Plätze mit herrlichem Ausblick auf die Donau und Pest wurden wieder wie früher erstellt. Die schöne gotische Matthias- Kirche war leider wegen Restaurierungsarbeiten eingerüstet. Nur das farbige Dach erstrahlte in sonnigem Glanz.
     
Budapest   Budapest
     
Noch eine Stunde blieb uns Buda zu geniessen, dann hiess es ein letztes Mal in den Bus  einsteigen. Die Fahrt zum Flughafen führte durchs Tunnel, dann über die berühmte Kettenbrücke hinaus aus der Stadt. Die vielen Heilquellen und Höhlen, den Park auf der Margareteninsel, die römischen Ruinen, die Kunsthalle, die grösste europäische Synagoge
     
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haben wir uns für ein andermal, dann vielleicht eine Wellness-Reise, aufgespart.
Auf ein Wiedersehen, hat sich Valeria von uns verabschiedet.
Mit etwas Wehmut haben wir die Fokker 70 der MALEV (Malév Hungarian Airlines) bestiegen, und sind glücklich mit dem Kurs MA566 in Zürich gelandet.
     
Budapest   Budapest
     

 

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