Ziele
der Aktion Ritter der Strasse
Walter Wettenschwiler stellte
als Vertreter der Aktion Ritter
der Strasse die Ziele vor,
die diese erreichen möchte.
Die Aktion setzt sich ein
für die Verkehrssicherheit
und ist überzeugt davon,
dass es Vorbilder und gute
Beispiele braucht. Nur so
kann es
gelingen, neue Massstäbe
für das Verkehrsverhalten
mit mehr Verantwortung für
die eigene Person und für
die anderen zu schaffen. Diese
Denkweise soll gefördert
werden. Seit 1969 wird damit
bewiesen, dass sich im Strassenverkehr
nicht nur Negatives ereignet.
Mut und Verantwortung, speziell
aber Zivilcourage zeichnen
die Ritter aus. Oft haben
die von der Aktion geehrten
Personen ausserordentliche
Leistungen vollbracht, teilweise
sogar ihr eigenes Leben riskiert,
um einer gefährdeten
Person zu helfen. In vielen
Situationen haben die Ritter
der
Strasse ganz Ausserordentliches
geleistet, um eine schlimme
Lage doch noch zu einem einigermassen
guten Ende zu wenden.
Die Ausgezeichneten stehen
zudem stellvertretend für
jene, die ganz bescheiden
jemandem helfen, ohne dies
gross bekannt zu machen.
Unkontrollierte Fahrt
sanft beendet
Jann Grischott erinnert sich
noch gut an den Tag im September
2003, als sich der Vorfall
ereignete. Der Autofahrer
X. der unter Hypoglykämie
(Unterzuckerung) leidet, hatte
es für einmal unterlassen,
seinen Blutzuckerspiegel vor
der Heimfahrt von der Arbeit
zu messen. Dies hatte fatale
Folgen: Auf der Höhe
des Rastplatzes Kemptthal
kam es zu einem Blutzuckersturz
und damit zum Verlust der
Fahrfähigkeit. X. touchierte
zuerst seitlich einen Sattelschlepper
und setzte dann seine unkontrollierte
Fahrt fort. Jann Grischott,
der ebenfalls auf der A1 bei
Winterthur unterwegs war,
bemerkte den Schlangenlinien
fahrenden Personenwagen. Als
sich dieser gerade auf dem
Pannenstreifen befand, nützte
er die Gelegenheit: Geistesgegenwärtig
setzte er sich vor das Fahrzeug
und bremste dieses mit seinem
eigenen Auto bis zum Stillstand
ab. |