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Jann Grischott wurde zum Ritter der Strasse ernannt

     
Die Aktion Ritter der Strasse fördert Zivilcourage, Mut und Verantwortung im Strassenverkehr.
Mit Geistesgegenwart und Mut hat Jann Grischott, Guntershausen bei Aadorf, auf der A1 gehandelt und so Verkehrsunfälle verhindert. Dafür wurde er am 25. Februar von der Aktion Ritter der Strasse ausgezeichnet. Im Beisein seiner Ehefrau, Gemeindeammann Bruno Lüscher und weiteren Gästen, durfte er auf der Verkehrsleitzentrale der Kantonspolizei Zürich die Urkunde in einer kleinen Feier entgegennehmen.
     

Regional-Zeitung 27.2.2004, Rita Schmidlin

Im Rundgebäude der Verkehrsleitzentrale der Kantonspolizei Zürich fand die Preisverleihung für Jann Grischott, im Beisein von seiner Ehefrau, Gemeindeammann Bruno Lüscher aus Aadorf, Vertretern der Sektionen Thurgau von TCS und ACS, der BfU und der Kantonspolizei Thurgau und Zürich statt.


 

Ziele der Aktion Ritter der Strasse
Walter Wettenschwiler stellte als Vertreter der Aktion Ritter der Strasse die Ziele vor, die diese erreichen möchte. Die Aktion setzt sich ein für die Verkehrssicherheit und ist überzeugt davon, dass es Vorbilder und gute Beispiele braucht. Nur so kann es
gelingen, neue Massstäbe für das Verkehrsverhalten mit mehr Verantwortung für die eigene Person und für die anderen zu schaffen. Diese Denkweise soll gefördert werden. Seit 1969 wird damit bewiesen, dass sich im Strassenverkehr nicht nur Negatives ereignet. Mut und Verantwortung, speziell aber Zivilcourage zeichnen die Ritter aus. Oft haben die von der Aktion geehrten Personen ausserordentliche Leistungen vollbracht, teilweise sogar ihr eigenes Leben riskiert, um einer gefährdeten Person zu helfen. In vielen Situationen haben die Ritter der
Strasse ganz Ausserordentliches geleistet, um eine schlimme Lage doch noch zu einem einigermassen guten Ende zu wenden.
Die Ausgezeichneten stehen zudem stellvertretend für jene, die ganz bescheiden jemandem helfen, ohne dies gross bekannt zu machen.

Unkontrollierte Fahrt sanft beendet
Jann Grischott erinnert sich noch gut an den Tag im September 2003, als sich der Vorfall ereignete. Der Autofahrer X. der unter Hypoglykämie (Unterzuckerung) leidet, hatte es für einmal unterlassen, seinen Blutzuckerspiegel vor der Heimfahrt von der Arbeit zu messen. Dies hatte fatale Folgen: Auf der Höhe des Rastplatzes Kemptthal kam es zu einem Blutzuckersturz und damit zum Verlust der Fahrfähigkeit. X. touchierte zuerst seitlich einen Sattelschlepper und setzte dann seine unkontrollierte Fahrt fort. Jann Grischott, der ebenfalls auf der A1 bei Winterthur unterwegs war, bemerkte den Schlangenlinien fahrenden Personenwagen. Als sich dieser gerade auf dem Pannenstreifen befand, nützte er die Gelegenheit: Geistesgegenwärtig setzte er sich vor das Fahrzeug und bremste dieses mit seinem eigenen Auto bis zum Stillstand ab.

     

Major Thomas Würgler, Chef Verkehrspolizei Zürich, Jann Grischott, der neue Ritter der Strasse und Gemeindeammann Bruno Lüscher, Aadorf

 

Jann Grischott: "Ich wollte damit weitere Verkehrsunfälle und Kollisionen mit anderen Fahrzeugen verhindern".

Wie er an der Preisverleihung sagte, war der Entscheid zu dieser Handlung schnell und kurz entschlossen. Wie sich auch seine Ehefrau erinnert, kamen die Reaktionen ihres Mannes erst später zu Hause. Sie selber hat vom Vorfall durch seinen Anruf erfahren und sich auch einige Sorgen gemacht, bis er wohlbehalten zu Hause eintraf.

     

"Ritterschlag"
Major Thomas Würgler, Chef Verkehrspolizei Kanton Zürich, überreichte Jann Grischott die Urkunde mit integrierter Medaille, die erste in einer neuen Präsentation hinter Glas. Für seine Ehefrau gab es einen farbenprächtigen Blumenstrauss.

Jann Grischott bedankte sich für die Auszeichnung für eine Tat, die er als selbstverständlich ansieht.

 
     
Lobend erwähnte er den Einsatz der Polizei. Es sei ihm ein Stein vom Herzen gefallen, als Kpl. Giovanni Millius, Kantonspolizei Zürich, der übrigens seit kurzem in Wiezikon bei Sirnach wohnt, auf dem Unfallplatz eingetroffen sei und alles Weitere perfekt organisiert und in die Wege geleitet habe.
Eine Besichtigung der Verkehrsleitzentrale schloss den Anlass mit einem eindrücklichen Einblick in die Arbeitsmittel und –weise der VLZ ab. Täglich findet auf der Strasse ein "Kampf" statt, mehr Ritter der Strasse sind gefragt, Autofahrer, die mit Verantwortung, Rücksicht und Mut unterwegs sind.
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