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Grossbrand in Maischhausen - Guntershausen

Bericht in Schweiz Aktuell unter: (Brand im Thurgau)

www.schweizaktuell.ch
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In der Unglücksnacht vom Donnerstag auf Freitag 19.3.2004 hat eine Feuersbrunst in Maischhausen das Wohnhaus mit Scheune der Familie Baur zerstört. Verletzt wurde zum grossen Glück niemand. Die Brandursache ist noch unbekannt.

«Sonnenheim» steht in geschwungenen Buchstaben über der Türe des Hauses an der Hauptstrasse 85 in Guntershausen-Maischhausen. Doch nur noch die hübschen Dekorationskatzen auf den Fenstersimsen erinnern an die sonnigen Zeiten des zweistöckigen Hauses.
  Katze auf Fenstersims
     

Der Alarm des automatischen Feuermelders hatte sie aus dem Schlaf gerissen. Sie konnten noch rechtzeitig mit ihrem Hund und den drei Katzen das Haus verlassen.

Es ist Freitagmorgen. Das Eigentümer-Ehepaar ist zurückgekommen, um noch das Wenige mitzunehmen, das vom Feuer verschont worden ist. Jetzt schauen sie still auf die Trümmer. Auf das heruntergestürzte Scheunendach, die verkohlten Balken, die heruntergerutschten Ziegel, die immer noch qualmenden, verkohlten Zeitungspapierhaufen, die schwarze Leere hinter der offenen Haustüre - der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Franken geschätzt.

     
abgebranntes Haus
     
"Das Ehepaar habe das Haus erst gerade diesen Februar gekauft, es existierten bereits die Baupläne für den Umbau der Scheune". Dies erwähnte das Ehepaar Brändle von der direkt neben dem Brandobjekt liegenden Opel-Garage. Es sei schon sehr tragisch. Das Garagisten-Ehepaar muss es wissen, denn sie sind die früheren Besitzer des "Sonnenheims". "Die neuen Besitzer seien diese Nacht in Pyjama und Nachthemd zu ihnen gekommen, hätten sie gewarnt". So konnte das Garagisten-Ehepaar die nebenan ausgestellten Occasionsautos in Sicherheit bringen. "Es hat geknallt und gebrannt wie verrückt." Wie das passieren konnte, können sie sich nicht erklären. Die Besitzer der Liegenschaft hätten die Scheune auf den ersten Februar blitzblank geputzt. Der Strom sei schon lange abgehängt worden.
     
Feuerwehrleiter  

Über die Brandursache kann auch die Polizei noch keine Auskunft geben. Der Brandermittlungsdienst des Polizeikommandos Thurgau hat seine Arbeit aufgenommen. So viel kann bereits sagt werden: Kurz vor Mitternacht ist das Feuer in der angebauten Scheune ausgebrochen. Wenig später stand die Scheune im Vollbrand und griff auf das angebaute Wohnhaus über.

Die alarmierten Feuerwehren Aadorf und die Stützpunktfeuerwehr Frauenfeld rückten mit 130 Personen aus. Sie brachten das Feuer rasch unter Kontrolle und konnten dank Wasser-Schutzwänden verhindern, dass der Brand auf die Nachbarliegenschaften, insbesondere auf den Garagenbetrieb mit der Tankstelle übergriff.

Letzteres, das Abwenden des Feuers von der Tankstelle, hatte erste Priorität, sagt Bruno Künzli, Kommandant der Feuerwehr Aadorf. Die Scheune habe wirklich voll in Brand gestanden. Wege der starken Rauchentwicklung musste ein Grossteil der Feuerwehrmänner Atemschutzgeräte tragen.

     

Es handle sich um einen der grösseren Brände der vergangenen zehn Jahre in der Gemeinde.

Das Ehepaar sucht nun eine neue Unterkunft. Wie zu erfahren ist, hat es bei der Politischen Gemeinde Aadorf um Hilfe angefragt. Auf der Strasse müsse das Ehepaar sicher nicht landen, heisst es bei den Sozialen Diensten der Gemeinde. "Falls alles scheitert, haben wir eine Unterkunft für das Ehepaar".

Einsatzbericht der Feuerwehr Frauenfeld (Bericht im pdf-Format)

 (Gratisdownload für das pdf-Format)

 

 

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07.04.2004