Tänikonerweiher und seine vier Jahreszeiten

Entstehungsgeschichte - Aufzeichnung bis zum Kaufvertrag durch die Ortsgemeinde Guntershausen.

Urkundliche Daten der umliegenden ehern. Gemeinden und Weiler
1. Tänikon 24.2.789
2. Aadorf 23.3.885
3. Wittershausen 10.1.894
4. Maischhausen 6.11.912
5. Iltishausen 27.9.1253
6. Ettenhausen 22.7.1278
7. Guntershausen 4.3.1282

Ehemaliges Zisterzienserkloster Tänikon

  • 1848 Verfügte der kleine Rat des Kanton TG die Aufhebung des Klosters.
    Bereits 1838 wurde ein wesentlicher Teil der Güter verkauft.
  • 1850 erfolgte die Unterzeichnung des Kaufvertrages im Betrag von
    72'000 Gulden mit Frau Landammännin Nina von Planta aus Samaden GR.
  • 1857 begann die Ziegelei Tänikon als erste mechanische Ziegelei in der Schweiz mit der Produktion von Tonwaren.
  • 1860 Wird die Alte Klostermühle nach der Renovation verpachtet.
    Es wird eigenes Korn und Zukauf aus Ungarn verarbeitet - Handelsmühle

Täniker Weiher

Nutzung der Wasserkraft
1860 Nach zweijährigen Verhandlungen mit anderen Wasserrechts­besitzern erfolgt die Ausschreibung für Erteilung des Wasserrechts (Zulaufkanal).
Grosse Lehmvorkommen südöstlich von Tänikon lieferten das Material für die Ziegelfabrikation - vorab Drainageröhren, Kacheln und Dachziegel etc.

Entstehung des Tänikonerweihers
Um die Jahrhundertwende (1899-01) wurde eine Lehmgrube als Wasserreserve und als Ausgleich mit Wasser gefüllt.
So entstand der Tänikonerweiher.

Elektrizitätswerk
1899 Der Pioniertat von Jakob von Planta war die Installation eines Gleichstromgenerators mit Akkumulatorenbatterie (65 Volt) zu verdanken.
Im März 1900 konnten bereits 180 - 200 Kohlenfaden-Glühlampen in Betrieb genommen werden. Sämtliche Räume erhielten elektrisches Licht. Die feuergefährlichen Petrollampen verschwanden.

Neuer Ringofen
1895 wurde ein neuer Ringofen mit einer Jahresproduktion von 4 Mio. Einheiten gebaut. 1892 – 1898 wurde für das Landesmuseum Zürich die Hälfte der not­wendigen Dachziegel geliefert.
Die im Refental installierte Wasserturbine lieferte je nach Wassermenge
15 - 22 KW, 20 - 30 Pferdestärken.

Täniker Weiher

Drei Lehmgruben
Drei Lehmgruben - 1. heutiger Weiher, 2. nördlich davon, 3. südlich.

  • 1918 erfolgte die Schliessung der Ziegele, angeblich wegen Lehmmangels.
    Während Jahrzehnten passierte nichts mehr, der Weiher vegetierte dahin. Der Weiher bot Bademöglichkeit für die Knaben, die als Abenteuer auch gerne durch die Ablaufrohre krochen.
  • 1959 Dank der Initiantengruppe unter Emil Schwager, Ernst Murbach und Emil Toggenburger erstand der Weiher zu neuem Leben.
    Das Fischereirecht wurde bis 2020 verlängert
  • 1964 wurde die Konzession vorzeitig bis 1990 verlängert.
  • 1968 erfolgte die Konzession für die Vergrösserung auf der Westseite zum heutigen Zustand.

Die vier Jahreszeiten am Tänikonerweiher wurden von Frau Verena Baumann aus Guntershausen festgehalten.

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