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Volksaufstand
in Guntershausen Überaus
grosses Interesse zeigten die nahezu 100 Bewohner von
Guntershausen am Informationsabend über die Probleme
des Elektrosmog, verursacht durch Natelantennen und diverse
Elektroanlagen. Nach der Ablehnung der vielen Einsprachen
gegen die geplante UMTS-Dualband-Natelantenne des Mobilfunkbetreibers
Orange formierten sich die betroffenen Bewohner spontan
zu einer noch zu gründenden Interessengemeinschaft.
Trotz des sehr kurzen Zeitfensters
ist es Hugo Schwager gelungen den Vertreter der Gemeinde
Aadorf, Gallus Müller und in der Person von Josef
Peter aus Illnau einen ausgewiesenen Fachmann in Fragen
der Problematik des Elektrosmogs, verursacht durch
Natelantennen, DECT-Drahtlostelefone und Elektroanlagen
zu einem Vortrag zu gewinnen. Im fast bis zum letzten
Platz besetzten Mehrzweckraum der Turnhalle zeigte
er in seinem ausführlichen, gut dokumentierten
und leicht verständlichen Vortrag die vielfältige
Problematik auf. Der heutige Mensch und Tiere sind
nicht nur den schwachen, natürlichen Strahlungen
ausgesetzt. Unsere Technisierung mit den vielen Elektrogeräten
erzeugen weitere, zum Teil stark belastende Strahlung.
Diese Strahlung verändert den elektrochemischen
Prozess und Stoffwechsel im Körper. Der geschwächte
Körper kann infolge der technischen Störstrahlungen
die natürliche Strahlung nicht mehr ungestört
empfangen und kommt so aus dem Gleichgewicht. Laboruntersuchungen
zeigen nachweisbar, dass dies zu Fehlinterpretationen
im Körper führt. Da jeder Mensch sehr individuell
auf Resonanzen im biologischen System reagiert, können
die Krankheitsbilder auch sehr verschieden sein. Bei
Menschen die unter Elektrosmog leiden zeigen sicht
oft die folgenden Symptome:
- Chronische Leiden wie Verspannungen,
Kopfschmerzen, Schlafstörungen, erhöhte
Reizbarkeit oder Krankheitsanfälligkeit,
Gelenkprobleme sowie Rücken- oder Bandscheibenschmerzen
- Dauernde Müdigkeit, Nervosität,
Konzentrationsschwäche, Denkblockaden oder
Unausgeglichenheit
- Unerklärliche Depressionen und
andere psychische Leiden
Vermehrtes Auftreten von Krebserkrankungen in
der Nähe von Natelantennen haben zum Beispiel
in Spanien zur Stilllegung der Mobilfunkanlagen
geführt.
Auch bei Tieren sind nachweisbare Schäden
festgestellt worden. Tiere wissen nichts über
Elektrosmog und Natelantennen, es kann sich also nicht
um eingebildete Leiden handeln.
Diese Tatsache gab den Zuhörern sehr zu Denken!
Elektrosmog kann überall dort zu
den erwähnten Symptomen führen, wo wir uns
während längerer Zeit aufhalten, das heisst
vor allem beim Schlaf- und Arbeitsplatz. Er zeigte
eindrücklich auf, dass viele Leute zu Hause eine
eigene "Natelantenne" besitzen. Die Drahtlostelefone
nach dem DECT-Standard strahlen stärker gepulste
Strahlung aus als eine Natelantenne, und dies 24 Stunden
lang, auch wenn nicht telefoniert wird! Sein Ratschlag
an die hellhörig gewordenen Zuhörer war:
Telefonieren sie wieder über ein drahtgebundenes
Telefon, benutzen sie das Drahtlostelefon nur, wenn
sie dies unbedingt benötigen. Trennen sie sonst
das Telefon vom Stromnetz, speziell nachts, oder verwenden
sie ein Drahtlostelefon nach dem analogen CT1+ Standard.
Er gab zu bedenken, dass auch der Nachbar mitverstrahlt
wird da die Reichweite in Gebäuden bis zu 100
Meter beträgt. Sprechen sie mit ihrem Nachbar,
wenn sie die typischen "Natelleiden" verspüren,
möglicherweise betreibt er ein DECT-Telefon.
Mit viel Sachkenntnis, und wiederum sehr
gut dokumentiert zeigte Herr Peter die Problematik
des Standortes der UMTS Antenne beim Bauernhof an
der Weihermattstrasse 15 in Kleinbasel. Anhand der
ausführlichen Erklärungen über die
Ausbreitungseigenschaften der Funkwellen beurteilte
er diesen Standort als nicht sehr geeignet. Aus der
Zuhörerschaft folgten viele Fragen betreffend
der hohen Dichte von Natelantennen im "kleinen"
Guntershausen. Sollte die Dualbandantenne (UMTS/GSM)
der Orange gebaut werden, würden drei Antennen
von verschiedenen Standorten die Einwohnerschaft bestrahlen,
und im Gebiet der Turnhalle die Bewohner von allen
drei Antennen "versorgt". Zusammen mit dem
Elektrosmog der Hochspannungsleitung, die von 50'000
Volt auf 110' 000 Volt aufgerüstet werden soll,
wird dies zu einer markant erhöhten Belastung
führen. Der informative Vortrag von Herr Peter
wurde von den zahlreichen Zuhören mit einem langen
Applaus verdankt.
Von den Zuhörern wurde die Frage
gestellt, warum die Gemeinde dieses Projekt zugelassen
hat. Gallus Müller machte darauf aufmerksam,
dass das Projekt vom Amt für Umwelt fachtechnisch
und von Amt für Raumplanung standortmässig
beurteilt wurde. Die Gemeinde hatte somit auf diese
Fragen keinen Einfluss mehr und hat aus diesem Grund
die Bewilligung erteilen müssen. Leider konnte
die Gemeinde nur eine optische Verbesserung der Situation
erreichen.
Wie weiter, diese Frage lag nun
allen auf der Zunge. Verschiedene Möglichkeiten
wurden diskutiert und darauf aufmerksam gemacht, dass
ein Rekurs kostenpflichtig ist. Nach einer angeregten
Diskussion fassten die Anwesenden den Beschluss, eine
Interessengemeinschaft zu gründen. Als Koordinator
stellte sich Roger Bösch aus Guntershausen zur
Verfügung, was mit grossem Applaus quittiert
wurde.
Für Fragen zur Interessengemeinschaft
ist er erreichbar per Mail: ig.gunti@gmx.ch
oder per Telefon 052 365 33 03.
Für interessierte Leser werden
zum behandelten Thema die folgenden Homepages empfohlen.
www.mpa-ag.ch
, www.ibes.ch/elektrosmog/mobilfunkantennen.htm
, www.gigaherz.ch
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