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Das Kirchendach von Tänikon

Geschichtliche Daten

 

 
1362 Bau eines einfachen Dachstocks. Ein grosser Teil der heutigen Dachsparren stammen aus dieser Zeit.
1663 Bau eines "neuen" Dachstuhls. Die Flachdecke wird durch ein hölzernes Gewölbe ersetzt. Die horizontalen Bundbalken werden herausgeschnitten.
1829 -31 Einbau der heutigen Gipsdecke mit Stuck
1962 Aufbau des Doppelziegeldaches
2002 Sanierung des alten Gespärres und Einbau neuer Träger
     
Heutige Situation (März 2002)

An der Versammlung der Kirchgemeinde vom 19. März 2002 orientierte Baupräsident Gallus Müller über den Stand der Sanierung des Kirchendaches.

Mit Befriedigung konnte er feststellen, dass man sehr gut im Zeitplan liege und dass die bisher ausgeführten Arbeiten dank sehr guten einheimischen Handwerkern auch gewisse Kosteneinsparungen brachten. Die Mauerschwellen waren zum grossen Teil durchgefault.

Auf der Südseite musste die Mauer stabilisiert werden, da sie über die ganze Länge einen Riss aufwies.

 

die verpackte Kirche
Dennoch werde der Kostenvoranschlag voraussichtlich deutlich überschritten, da wichtige Posten wie Unterdach und Isolation darin vergessen worden seien.
     

Der gereinigte Dachstuhl. Die unteren
Balkenlagen stammen aus dem Jahre 1362
 

Mitten auf dem Dachstuhl stehen noch die Pfeiler
des alten Turms
     
Sanierung des Gewölbes erfordert neuen Gemeindebeschluss
     
 

Den Hauptteil seiner Ausführungen widmete Gallus Müller den Problemen mit dem Gipsgewölbe. Die wertvolle Decke hätte nach Plan vorerst nur eine einfache Reinigung und erst einige Jahre später eine gründliche Renovation erfahren sollen.

Im Dezember stellten dann aber Bauarbeiter stellenweise eine schlechte Haftung der Gipshaut am Lattenrost fest.

Erste Gipsteile hatten keinen Kontakt mehr und fielen bei Erschütterungen während dem Bau ins Kircheninnere.

     

Die Kirche musste kurz vor Weihnachten ab sofort geschlossen werden.
Die bisherigen Abklärungen haben ergeben, dass der Lattenrost noch einwandfrei aufgehängt ist.

Die Haftung der Gipsdecke am Rost sei aber vermutlich schon seit Jahren ungenügend.

Die verbindende Boxhaut, also die Gipsschicht oberhalb des Lattenrosts, wie sie in der Barockzeit üblich war, fehlt in Tänikon fast vollständig.

 

Die sogenannte Boxhaut (Gipsschicht über dem
Lattenrost) fehlt fast vollständig
     

Die Mauerpfette auf dem Südlager war
vollständig verfault
 

Weitere Details sind an der

ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 22. Mai

zu erwarten, wo ein entsprechendes Kreditbegehren für die Restaurierung des Gewölbes vorgelegt wird. Voraussichtlich wird es sich um eine Sanierung von oben her handeln.

Zeitplan

Gallus Müller wagte auch eine erste Zeiteinschätzung. Im nächsten Oktober sollte das Dach gedeckt und das Aussengerüst entfernt werden.

Wenn alles gut läuft, sollte auch die Innenrenovation im nächsten Frühjahr abgeschlossen sein.

     
 
     
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