Freude über das gelungene Pumpwerk in Maischhausen
Tag der offenen Tür mit grossem Publikumsinteresse
August Ott

 
     
Die Inbetriebsetzung der neuen Pumpstation in Maischhausen, verbunden mit einem Tag der offenen Tür, zeigte es deutlich: ein sehr engagierter und motivierter Vorstand hat es fertig gebracht, zusammen mit ortsansässigen Handwerkern ein überzeugendes Werk zu erstellen. Damit präsentiert sich die Wasserversorgung Guntershausen / Maischhausen wieder auf einem modernen Stand.
     
 
     
Am letzten Samstag setzte die Wasserkorporation Guntershausen / Maischhausen ihr neues Pumpwerk in Maischhausen in Betrieb. Dazu bot sie Gelegenheit, die wichtigsten Elemente der gesamten Wasserversorgung zu besichtigen. Der Betriebswart Heinz Bommer führte die Besucher zuerst in südlicher Richtung in den Haselberg hinauf. Hier liegt das Reservoir Nollenberg rund 70 Meter über dem Dorf. Von hier aus erhalten die Verbraucher ihr Wasser mit dem nötigen Druck.
     
 
     
Auch wenn gewisse Installationen auf dem Nollenberg etwas einfach und sparsam anmuten mögen, muss man doch festhalten, dass hier im Jahre 1966 eine grosszügige und zukunftsweisende Lösung realisiert wurde. Mit seinen 550 Kubikmetern Inhalt genügt das Reservoir auch den heutigen Ansprüchen noch voll und ganz. Die eingebaute Löschwasserreserve entspricht den heutigen Anforderungen ebenfalls noch.
     

Quell- und Grundwasser am Dorfrand

Die nächste Besichtigung galt dem Pumpwerk am nördlichen Rand von Guntershausen. In dieser "Betriebswarte" befinden sich bereits vielfältige Installationen, die eine geordnete Wasserversorgung gewährleisten sollen.

 
     
In den wichtigen Punkten sind die beiden Pumpwerke Guntershausen und Maischhausen vergleichbar. Beide werden von einer Mischung aus Grund- und Quellwasser gespiesen, das in nächster Nähe gefasst wird. Das Wasser fliesst jeweils im freien Fall in einen Behälter von 35 Kubikmetern. Bei Bedarf wird der Inhalt in das Hochreservoir auf dem Nollenberg gepumpt, vorwiegend in der Nacht mit Niedertarif. In Guntershausen geschieht die Steuerung auf elektromechanischem Wege. Das neue Pumpwerk in Maischhausen wird in den wichtigsten Bereichen voll elektronisch gesteuert.
     
 
     

Kritischer Punkt saniert

Nach der Besichtigung wurden die Besucher in einem Festzelt empfangen. Kurt Tobler, Präsident der Wasserkorporation, begrüsste die Besucher und stellte das neue Werk kurz vor.

Als die Wasserkorporation Guntershausen / Maischhausen im Rahmen der Qualitätssicherung vor vier Jahren die ganze Wasserversorgung überprüfte, zeigte sich, dass das Pumpwerk Maischhausen saniert werden sollte.

Nach einer knapp einjährigen Planung durch Bauingenieur Klemens Müller begannen im Herbst 2001 die Bauarbeiten. Die Wasserfassung selbst wurde vom alten Pumpwerk übernommen. Die neue Pumpstation mit den nötigen Anschlussarbeiten kostet knapp eine halbe Million Franken.

 
     
 
     
Reibungsloser Bauablauf
Kurt Tobler zeigte sich sichtlich erfreut über den reibungslosen Ablauf des Bauvorhabens. Die kantonale Verwaltung habe bei der Vorbereitung rasch und mit grosser Hilfsbereitschaft gehandelt. Auch das Baugesuch sei von der Gemeinde zügig erledigt worden. Die Ausführung konnte durchwegs einheimischen Handwerkern übertragen werden. Auch hier konnte Kurt Tobler nur loben. Die Handwerker haben alle einwandfreie Arbeit geleistet. Sie haben sich mit ihrem Wasserwerk identifiziert.
     
 
     
Anschliessend konnten die Besucher das neue, gelungene Werk noch gebührend feiern. Beteiligte Handwerker offerierten Wurst vom Grill und Getränke, Kaffee und Gebäck. Zwischenhinein konnte man auch ein Blick in den neuen Wasserbehälter werfen, der inzwischen leergepumpt war.
     
 

Fotos: Klemens Müller

 

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