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Schulreise der 5. Klasse auf die Königin
der Berge
| Es war Dienstagmorgen. Die meisten
mussten etwas früher aufstehen, denn um 6.50 Uhr war Besammlung
am Bahnhof. Alle waren pünktlich und begrüssten die
Begleiter:" Grüezi Herr Bürge, grüezi Frau
Bürge und grüezi Frau Baumgartner." |
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| Als der Zug kam, stiegen wir schnell
ein. Im Zug wurden Witze erzählt, wurde gejasst ... Nur
singen durften wir noch nicht. Das änderte sich aber, als
wir in Zürich umstiegen. Dort mussten wir gut aufpassen,
denn der Bahnhof war voll Arbeiter, die hektisch ihren Zug suchten. |
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| " Zusammen bleiben!", tönte
es von vorne oder hinten. Jacqueline lief einem Bahnbeamten
nach, merkte aber bald , dass es nicht Herr Bürge war.
Doch auch den Zug nach Luzern erwischten wir. Ein Bahnbeamter
zeigte uns die reservierten Plätze. |
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| Jetzt durften wir endlich singen,
soviel wir wollten. Ein kleines Grüppchen spielte Folter-
Jass. Von dort hörte man öfters ein:" Au, aua,
nöd so fescht!" Es wurde viel gelacht. Das Singen
klang ziemlich falsch, doch das störte niemanden. |
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| Oh! Die Zeit verging total schnell.
Ob mit träumen, singen, jassen, ..... plötzlich waren
wir in Luzern. Als wir schwatzend ausstiegen, wunderte es uns,
dass von den Überschwemmungen vom Donnerstag nichts mehr
zu sehen war. Das Schiff kam. Sogar die Ampel zeigte uns ihre
grüne Seite. Also, rüber gehen! Jetzt sahen wir, dass
unser Schiff ein Raddampfer war und URI hiess. Als Herr Bürge
die Billetts vorwies, durften wir aufs Schiff. Schon als das
Schiff noch nicht fuhr, umwehte uns eine kühle Brise. Brr,
wie unser Lehrer dass bloss aushielt. Er lief in kurzen Hosen
auf dem Schiff umher. Wir dagegen waren noch langärmelig
und in langer Hose. |
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| Larissa fiel die Haarbürste
von Melanie ins Wasser. Im Schiff drinnen gab es einen Motor,
den man angucken konnte. Auch bei den Rädern gab es Fenster,
aber durch diese sah man nichts, denn das Wasser spritzte dagegen.
Zuerst hielten wir in Hertenstein, dann vor Weggis. Auf dem
letzten Teil fuhr das Schiff noch einmal die Höchstgeschwindigkeit
von 28km/h. Dann stiegen wir in Vitznau aus und gingen zu der
Bahn, die auf die Rigi führte. |
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Wir stiegen dann in die Vitznau-Rigibahn. Alle bekamen einen
aufblasbaren Kugelschreiber mit der Aufschrift: www.Rigi.ch!
Als wir anschliessend hoch fuhren, begrüssten die meisten
Schüler die Leute mit: " Servus!"
Als wir auf der Rigi-Kulm ankamen, stiegen wir auf den Sendeturm,
den man als Aussichtsturm benutzen kann. Es gab auch neue
Ferngläser und Plastikmenschen, durch die man seinen
Kopf halten konnte.
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Wir wanderten etwa eine Stunde
bis zur Feuerstelle, die von der Schweizerfamilie gesponsert
worden war. Bei der Feuerstelle machte Herr Bürge das
Feuer. Wir brieten Würste. Stephan, Martin und Peter
konnten nicht ruhig sitzen und rannten zu einem grossen Stein
und kletterten hinauf. Jacqueline bot fast jedem Pringles-Chips
an. Nach etwa dreissig Minuten waren viele Schüler beim
Stein und kletterten auf ihm herum.
Doch schon bald ging's weiter.
In Rigi-Kaltbad stand auf einem Wegweiser, dass man bis Rigi-Klösterli
40 Minuten zu wandern habe. Doch oh Schreck, wir hatten nur
noch 20 Minuten Zeit! Jetzt hiess es: GAS GEBEN!!!! Wir rannten
oder liefen sehr schnell. Herr Bürge sagte uns immer
die Zeit, die wir noch hatten. 10 Minuten, 9, 8, 6, 3. Hufff,
wir hatten es geschafft: In nur 18 Minuten erreichten wir
die Arth-Rigibahn gerade noch rechtzeitig!
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Wir stiegen schnell ein und atmeten erleichtert
auf. Claudia war immer noch ausser Puste. Die meisten Kinder
tranken jetzt Eistee, denn dieser löschte uns den Durst.
Philipp bekam zur Stärkung einen Lolli, der Farbe abgibt.
Er strich ihn an seine Backe. Jacqueline und Colette hatten
auch einen, denn ihre Zungen waren plötzlich blau. Jacqueline
zeigte Herrn Bürge ihre blaue Zunge. Da sagte unser Lehrer:
"So findest du nie einen Mann!" Alle die Herrn Bürge
gehört hatten, lachten.
In Arth-Goldau angekommen, durften wir Karten
von der Rigi kaufen. Larissa schrieb eine Karte für Katrin
und liess alle unterschreiben. Am Kiosk sahen wir auch heisse
Schildkröten, doch wir durften sie nicht kaufen.
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Nun fuhren wir mit dem Zug
nach Zug. Dort konnten wir Minigolf spielen oder auch am See
die Füsse ins Wasser strecken. 15 Schüler wollten
Minigolf spielen. Larissa bekam von Carmen einen Minigolfschläger
mitten auf die Nase. Jetzt hat Larissa eine blaue Nase. In
der Zwischenzeit gingen die restlichen Schüler mit Herrn
Bürge die Zuger - Altstadt erforschen. Später, nach
einem abkühlenden Glacehalt, schlenderten sie zum See.
Severin fiel ins Wasser und Peter ging freiwillig hinein.
Die Fernsehsender SWR und ARD waren am See und trafen Vorbereitungen
für eine Sendung.
Nach etwa zwei Stunden sassen
wir wieder im Zug nach Zürich. Der Zug war leider nicht
reserviert. Ein alter, mürrischer Mann schnauzte uns
an: "Reserviert doch, ihr dummä Siächä!"
Auf der Weiterfahrt sangen wir wieder Lieder.
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In Zürich stiegen wir in die S 12 um und fuhren nach
Winterthur. In Winterthur hatten wir nur zwei Minuten zum
umsteigen. Doch auch das schafften wir. Von Winterthur an
war der Zug so voll, dass wir stehen mussten. Da hatten Larissa
und Colette Glück, denn sie trafen zwei Kolleginnen und
konnten sich zu ihnen setzten. In Elgg wurde der Zug leerer
und die meisten fanden einen Sitzplatz. In Guntershausen stiegen
alle wieder müde, aber glücklich aus dem Zug. Alle
waren sich einig: Das war eine Super-Schulreise!
Text von Carmen, Sabine, Colette, Katharina, Peter
und Larissa
Fotos von Daniel
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