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| Schulreise der 5. Klasse vom 13. September 2004 |
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Als wir uns am Montagmorgen um 06.15 Uhr beim Bahnhof Guntershausen besammelt hatten, merkten wir, dass Louis fehlte. Als der Zug einfuhr, mussten wir dann ohne Louis einsteigen. Im Zug waren noch alle ein bisschen müde. Nun telefonierte Herr Bürge mit den Eltern von Louis. Es kam heraus, dass die Mutter von Louis verschlafen hatte. Carsten und Louis versuchten nun, mit dem Auto den Zug bis Winterthur einzuholen. Als wir in Winterthur ankamen, wechselten wir den Zug. Weil der Lokführer dieses Zuges ebenfalls verschlafen hatte, mussten wir eine Viertelstunde lang warten. Dies war das Glück für Louis, denn er schaffte es, in letzter Minute den Zug noch zu erreichen.
Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir in Zürich an. Dort sahen wir viele Militärsleute. Statt dass wir gleich weiterfahren konnten, mussten wir nun schon wieder eine halbe Stunde warten, weil in der Nähe von Cham eine Weiche defekt war. Endlich konnten wir in den Zug einsteigen und fuhren bis nach Zug. Dort mussten wir wieder umsteigen, weil der Schaden in der Zwischenzeit noch nicht behoben werden konnte. Nun hatten wir keinen reservierten Wagen mehr und mussten uns in den nächsten Zug quetschen. Dann fuhren wir nach Luzern. Natürlich hatten wir in der Zwischenzeit unser Schiff verpasst, darum gingen wir beim nächsten Schiff an Bord. Es war der Raddampfer „Uri“. |
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Wir verteilten uns nun im Bug des Schiffes und entdeckten im Wasser Schwäne und Enten. Diese begannen wir mit Brot zu füttern. Doch schon bald kamen die ersten Möwen daher geflogen. Zuerst kamen nur wenige, doch schon nach kurzer Zeit konnte man sie nicht mehr zählen, so viele waren es geworden. Als das Schiff losfuhr, flogen sie mit. Wir fütterten sie, bis eine Matrosin kam und bat: „Könnt ihr bitte aufhören, die Möwen zu füttern, denn die Leute auf dem oberen Deck mögen es nicht, wenn sie „verdreckt“ werden.“ Also beendeten wir die Fütterung und die Möwen flogen davon.
Bald rief uns Herr Bürge und sagte, wir könnten den Schiffsmotor anschauen gehen. Das war sehr interessant. Als wir nach einer Stunde in Vitznau „strandeten“, stiegen wir in eine Zahnradbahn um. Diese Zahnradbahn ist die erste ihrer Art von ganz Europa. Während der halbstündigen Bahnfahrt hatten wir eine tolle Aussicht auf den Vierwaldstättersee und andere Sehenswürdigkeiten. Es störte uns ein wenig, dass wir alle fünf Minuten anhielten, obwohl nie jemand ein- oder ausstieg. Als wir zuoberst in Rigi-Kulm ankamen, verteilte uns Frau Bürge Knuspermüesli, welches die Bahn spendiert hatte. Ein paar Mädchen gingen noch aufs Klo. Was heisst ein paar, es gingen fast alle, und deswegen mussten wir Mädels lange anstehen. Nach dem „Klobesuch“ teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wanderten los. |
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Die eine Gruppe stieg noch auf den Turm und die andere wanderte mit Frau Müller und Frau Bürge schon talwärts. Nachdem wir von der „Turmgruppe“ die herrliche Aussicht genossen hatten, mussten wir etwas schneller wandern. Am Anfang ging es ziemlich steil den Berg hinunter. Die erste Pause machten wir, als einige Kinder die Jacke ausziehen wollten. Herr Bürge erklärte uns: „Bleibt immer schön zusammen!“ So ging es etwa zwanzig Minuten weiter. Dann teilte uns Herr Bürge mit, dass wir etwas schneller marschieren müssten. Später marschierten wir durch Rigi-Kaltbad. Nun sahen wir einen Wegweiser mit der Aufschrift: Klösterli 40 Minuten. Herr Bürge meinte nun: „Wir müssen uns sputen, denn wir haben nur noch nur 25 Minuten Zeit, bis unsere Bahn in Rigi-Klösterli talwärts fährt!“ Also joggten wir noch schneller.
Als wir den nächsten Wegweiser erreichten, hatten wir noch 13 Minuten Zeit und auf dem Schild stand: 20 Minuten. Wir waren also noch sieben Minuten im Rückstand. Wir verschärften unser Tempo nochmals und spurteten die letzten hundert Meter bis zur Bahnstation. Gottlob erreichten wir so die Rigibahn noch rechtzeitig. Wir konnten uns nun breit machen, denn wir hatten einen ganzen Wagen für uns allein. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir dann Goldau. Nach einem weiteren Toilettenbesuch spazierten wir nun gemütlich zum Tierpark. |
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Nachdem Herr Bürge an der Kasse den Eintritt bezahlt hatte, kauften die meisten Kinder für einen Franken Futter für die Tiere. Als erstes sahen wir Waschbären. Nun öffneten wir ein Tor, gingen hinein und sahen Rehe, Ziegen, Rehkitze, Hirschen und Widder, die frei herum laufen. Wir konnten diese Tiere mit Hafer und Rüben füttern. Später entdeckten wir in einem Käfig Wildkatzen. Der Luchs war leider nicht zu sehen. Danach gings weiter zu den Baummardern. Dort beobachteten wir auch noch kleine Zwergmäuse. Herr Bürge sagte: “Kommt, wir gehen nun zu einer Feuerstelle!“ Wir deponierten dort unsere Rucksäcke.
Während nun unsere Begleiterinnen ein Feuer entfachten, besuchten wir mit Herrn Bürge die Wildschweinfütterung und den Bärengraben. Danach eilten wir wieder zurück zu unserer Feuerstelle und brieten Würste. Anschliessend rannten wir wieder zu den Bären, denn diese wurden nun ebenfalls gefüttert. Es hatte zwei Bären: ein braunen und ein hellbraunen. Sie waren megasüss! Jetzt durften wir eine halbe Stunde ohne Führung im Park herum streifen. Wir gingen auch auf die Rutschbahn, legten die Regenjacken unter unsere Po's und sausten los. Die Fahrt wurde sehr schnell. Und da kam das Unglück: Alexandra rutschte in einen kleinen Chinesen hinein. Gottlob war es nicht schlimm, denn der Chinese hatte nur am Bein ein „Wehwehchen“! Nun durften wir im Restaurant ein Glace auswählen und dieses im Schatten eines Baumes geniessen. Nachher wollten einige Schüler noch im Souvenierladen des Tierparks ein Andenken kaufen. Leider war fast alles zu teuer. |
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Jetzt eilten wir zum Bahnhof. Als wir ankamen, fuhr der Zug gerade ein. Der letzten Waggon war für uns reserviert. Frau Müller spendierte uns leckere M+M's. Olivia, Alexandra, Madlaina und Laura streckten den Kopf aus dem Zugfenster und sangen Lieder. Danach fütterten sie Marc und Patrick mit Traubenzucker. Manuel und Elmar vergnügten sich mit einem Folterjass. Wir alle genossen diese Fahrt im eigenen Waggon. Um 17:30 Uhr stiegen wir in Wattwil um. In diesem Zug war leider nichts für uns reserviert und darum mussten wir uns irendwo Plätze suchen. Einige mussten sogar stehen, weil es keine Sitzplätze mehr hatte. Wir liessen uns aber trotzdem nicht die gute Laune verderben. In Wil mussten wir nochmals umsteigen.
Im letzten Zug spielten wir Simon einen Streich. Simon hatte Durst. Ihm war das Rivella ausgegangen und er wollte kein Wasser trinken. Da merkte Madlaina, dass sie noch ein bisschen Rivella übrig hatte und gab es Simon. Simon trank ein wenig und musste dann gleich auf die Toilette. Als er weg war, vertauschten wir die halbvolle Flasche mit einer leeren Rivella-Flasche. Als Simon zurückkam, wunderte er sich und fragte wütend: „Wer hat das Rivella getrunken?“ Wir antworteten: „Wir haben es getrunken.“ Natürlich gaben wir ihm danach das Rivella wieder. Nun waren wir auch schon in Guntershausen. Nachdem wir den Zug verlassen hatten, winkten wir Frau Müller, die noch bis Elgg weiterfuhr. Nun hatte Herr Bürge noch eine Überraschung bereit: „Weil ihr heute schon so früh aufstehen musstet, dürft ihr morgen etwas länger schlafen. Ihr habt erst um halb neun Uhr Schulunterricht.“ Müde, aber glücklich machten wir uns nun auf den Heimweg. |
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