Herbstlager vom 3. - 9. September 2006 in Lungern (Fotoalbum)

     
die 6. Klasse in Lungern
 

Sonntag

Wir trafen uns vormittags um elf Uhr beim Schulhaus. Bis alle ihr Gepäck in den Bussen verstaut  hatten, durften wir nicht einsteigen. Alle warteten ungeduldig auf die Abfahrt. Als Herr Bürge und Herr Tarnutzer abfuhren, wollten alle schon am Reiseziel angekommen sein. Nach einer Stunde fuhren wir durch Rapperswil. Am Ägerisee, beim Schlachtdenkmal bei Morgarten, machten wir die erste Rast. Zwanzig Minuten später ging’s wieder weiter. Nach kurzer Fahrt kamen wir bei der Tellsplatte  an. Wir eilten bis zum See hinunter und sahen auf dem Weg junge Eidechsen und Frösche. Unten angelangt, entdeckten wir die Tellskapelle mit fünf Bildern. Das erste zeigt, wie Wilhelm Tell auf den Apfel von Walterli’s Kopf schoss. Auf dem zweiten Bild sieht man, wie Tell aus dem Boot sprang. Das dritte stellt dar, wie Tell Gessler in der hohlen Gasse erschoss und das letzte zeigt den Rütlischwur. Jetzt liefen wir zum Glockenspiel hinauf, denn immer zur vollen Stunde kann man verschiedene Melodien wählen. Später fuhren wir via Flüelen, Stans und Sarnen Richtung Brünigpass. Etwa um halb vier Uhr erreichten wir dann Lungern. Nun mussten wir alles Gepäck ausräumen. Danach zogen die meisten ihr Bett an und räumten ihre Taschen aus. Man durfte auch das Federballnetz aufstellen und das Pingpongnetzchen montieren. Danach stellten wir auf dem Sitzplatz Tische und Bänke auf. Nach einem feinen Nachtessen spielten wir „Räuber und Poli“. Vier waren Polizisten, die restlichen dreizehn waren Räuber. Die Räuber waren meistens besser als die Polizisten und konnten sich immer wieder befreien. Als es um acht Uhr dunkel wurde, erklärte Herr Bürge, dass wir nun ruhiger spielen sollen, sonst müssten wir hereinkommen. Wir wurden ruhiger. Später hatten wir keine Lust mehr, „Räuber und Poli“ zu spielen und deshalb machten wir „Schiitliverband“. Herr Bürge sagte, dass um 22:00 Nachtruhe sei. Wir putzten die Zähne und schlüpften schnell in unser Pyjama. Nach dem Lichterlöschen redeten wir noch eine Weile und erzählten einander Witze. Wir, Betina und Charlène, redeten noch lange und Herr Bürge kam klopfen und erklärte: „Morgen ist eine halbe Stunde früher Nachtruhe“.
Benjamin, Charlène, Thomas

     
 
     

Montag

Punkt sieben Uhr standen wir auf. Als wir uns umgezogen hatten, begaben wir uns auf dem direktesten Weg in den Spielraum. Sofort wurden die Spiele ausgebreitet. „Wer ist es?“ und „Kuhhandel“ gehörten zu den begehrtesten Spielen.
Zum Frühstück gab es zu unserer Überraschung Zopf. Nach dem Essen war Foto-Time. Wir mussten uns auf die drei Balkone verteilen und Herr Bürge machte die Aufnahmen, die wir dann als Ansichtskarte verschickten. Dann folgte die Feuerwehrübung. Herr Bürge rief:“ Feuer!“, und alle rannten aus ihrem Zimmer, dann die Feuerwehrleiter hinab  bis auf den untersten Balkon. Im Notfall hätten wir von da aus springen müssen. Nach dieser tollen Übung spielten wir „Schiitliverband“, bis Manuel, Cyril und Michael die Idee hatten, wir könnten Hütten bauen. Nun begann fast die ganze Klasse Hütten zu bauen. Insgesamt entstanden vier Hütten. Von überall holten wir uns das beste Holz. Es galt das Motto: „Dä schnäller isch dä geschwinder“. Dann kam Herr Bürge und verkündete, dass es bereits das Mittagessen gab. Nach dem kräftigen Essen (Wienerli und Älplermagronen) machten wir eine wunderschöne Seeumwanderung. Um 13 Uhr marschierten wir los. Zuerst ging’s hinunter zum See. Von dort wanderten wir weiter bis zum “Fischerinseli“. Benjamin schoss noch ein paar Fotos. Herr Bürge erklärte uns, an welcher Stelle Jojo und Tama  den Fisch aus dem Wasser gezogen hatten. Danach erholten wir uns noch ein paar Sekunden. Aber schon ging es weiter. Am Wegrand fanden wir einen toten Fisch. Der stank, als hätte er dreissig  Jahre im Mist gelegen. Da Herr Bürge mit den Vordersten schon recht weit war, hatten wir keine Zeit, den Fisch noch genauer zu untersuchen. Leider kamen wir nun zu der langweiligsten Stelle der Umwanderung. Wir mussten bis nach Kaiserstuhl der Strasse entlang gehen und auf dieser fuhren zu diesem Zeitpunkt nur Lastwagen und Motorräder. Schade, aber zum Glück  erreichten wir bald ein Restaurant und da gab es Cola, Fanta, IceTea und Rivella zur Erfrischung. Die Zeit ging schnell vorbei und schon mussten wir weiter. Jetzt kam die schöne Seeseite. Bei jedem Brunnen mussten wir uns abkühlen. Plötzlich entdeckte Lukas zwei Jungs mit ihren Schulranzen. Lukas sagte: „Das würde mir gar nicht passen, jetzt zur Schule zu gehen.“ Unsere Wanderung ging weiter an der prallen Sonne. Endlich fanden wir eine Stelle mit ein wenig Schatten. Ein paar Kinder machten Witze. Manuel ging zu Benjamin und fragte ihn, wieso er so traurig sei. „Ich habe meinen Fotoapparat verloren“,  antwortete Benj. „Ach du Schande“, sagte Manuel.  Unterwegs konnten wir dann die Badi von aussen inspizieren. Zu Hause angekommen, waren wir ein bisschen erschöpft, aber trotzdem begannen wir sofort wieder zu spielen. Wir waren spielbegeistert. Den ganzen Nachmittag hatten wir zum Spielen.
Am Abend gab es eine Pizzaparty, bei der es Teig für die Racletteöfen gab. Es hatte natürlich auch Zutaten für die Minipizzas. Während der Party konnte man essen, spielen, und dann wieder essen und so weiter. Etwa um acht Uhr machten wir “Schiitliverband“ mit Taschenlampen. Das spielten wir noch etwa eine Stunde lang. Danach mussten wir ins Haus. Jetzt konnten wir nochmals  Kuhhandel, Lotto oder andere  Spiele spielen. Um halb zehn Uhr war Nachtruhe.
Manuel, Michael, Fabian

     

Dienstag

Am Dienstag stand das 6er Zimmer schon um sieben Uhr auf. Wir assen das Frühstück. Nachher strichen wir für das Mittagessen unterwegs Lunchbrote. Wir machten Salami-, Schinken- und Käsebrote. Florian strich sich ein Butterbrot. Um 9.30 Uhr marschierten wir los und stiegen später in das 10.00 Uhr-Bähnchen ein. Herr  Bürge sagte: „Der Mann am Schalter ist nicht der Schlaueste gewesen. Beim dritten Versuch, eine Quittung für unsere Bergfahrt auszustellen, machte er fast alles richtig. Das erste Mal hatte er „Zuntershausen“ geschrieben. Das zweite Mal hatte er 22  Er-wachsene und 5 Kinder berechnet und das dritte Mal hatte er die Rechnung falsch getippt.“ Wir schwebten nun mit der Lungern-Schönbüel-Bahn hinauf. Danach liefen durch Dundel und entdeckten vier tote Frösche. Nun ging es weiter auf einem sogenannten Schmetterlingsweg. Florian und Claudio fingen einen „Heugümper“, liessen diesen aber wieder frei. Später kamen wir an einer Kreuzung. Wir wählten den rechten Weg, doch da lag plötzlich ein grosser Baum mitten auf dem Pfad. Nun gingen Herr Bürge und Herr Tarnutzer etwas voraus, um den Weg zu erkundschaften. Doch schon bald kamen sie ausser Atem den steilen Abhang wieder hoch und erklärten uns, dass wir den anderen Weg einschlagen müssten. Dieser Weg war sehr schlecht beschriftet, doch wir verliefen uns nicht mehr. Als wir wieder einem Pfad nach oben folgten, sahen wir sehr viele Schmetterlinge. Oben angekommen, musste Lauro unbedingt zum nächsten Brun-nen, der an einem Schlauch angeschlossen war. Er zog den Schlauch einfach weg und das Wasser spritzte nach allen Seiten. Da kam Herr Bürge schon angerannt und versuchte, den Schlauch wieder über den Wasserhahn zu stülpen. Danach machten wir ein Gruppenfoto und ein Showfoto, auf dem man sieht, wie wir auf einen grossen Hügel steigen.
Als wir weiter gingen, kamen wir langsam aber sicher auf den äussersten Punkt. Von dort aus hatten wir eine herrliche Aussicht. Da erklärte Herr Bürge: „Ab jetzt suchen wir uns einen Ort, an dem wir das Mittagessen einnehmen können.“ Kurz vor der Mittagsrast fragten wir einen Berg-bauern, wo es nach Lungern ginge. Dieser antwortete: „Api.“ Als wir gegessen hatten, wanderten wir an einem Traktor vorbei. Wir fragten den Bauern, ob es hier nach Lungern gehe. Er antwortete: „ Ja, aber in die andere Richtung seid ihr schneller.“ Es war ein gerodeter Waldweg. Unten angekommen, mussten wir ein bisschen warten, denn einige Schüler waren am Ende ihrer Kräfte. Nun ging’s zurück zum Lagerhaus. Als wir von der Wanderung zurückkamen, das war etwa um 14.00 Uhr, war für uns die Badi angesagt. Dort angekommen, bezahlte Herr Bürge den Eintritt und um 14.45 Uhr sprang auch der letzte Schüler ins kalte Nass. Die Wassertemperatur war immerhin 19 Grad. Einige stiegen auf den Sprungturm. Es hat in dieser „Seebadi“ auch ein Unterseeboot-Floss, eine kleine und eine grosse Wasserrutschbahn. Plötzlich berührte etwas Fabians Hand, wahrscheinlich eine Forelle. Jetzt durfte sich jeder ein Glace auswählen. Dieses bezahlte Herr Bürge aus der Spendenkasse. Die eine Gruppe machte sich nach einer Stunde auf den Heimweg. Um 17.00 Uhr spazierte dann die zweite Gruppe ebenfalls zum Lagerhaus zurück. Dort angekommen, freuten wir uns schon auf den Grillspiess. Auf diesen durften wir Pilze, Zwiebeln, Peperoni, zwei Rädchen Servela, vier Stückchen Bratwurst, ein Stück Hauswurst und zwei Specktranchen verteilen. Während wir unseren selbstgegrillten, leckeren Spiess in unseren Räuberhütten verspeisten, kam zu unserem grossen Erstaunen noch Herr Köstli auf Besuch. Er blieb bis am nächsten Vormittag. Nach dem Essen spielten wir im Freien und richteten etwas später noch das Fischereimaterial, denn am folgenden Morgen wollten wir am Lungernsee grosse Beute machen. Die Nachtruhe war heute Schlag 22.00 Uhr.
Claudio, Oliver, Dominik

     
 
     

Mittwoch

Am Mittwochmorgen weckte uns Herr Bürge um 05.30 Uhr. Wir machten uns schnell parat und gingen dann ganz leise durch das Dorf. Nach zehn Minuten kamen wir bei dem „Fischerinseli“ an. Dort erklärte uns Herr Bürge, wie man die Angelrute handhabt. Das Feinste davon war, wie man die Bienen- und Fleischmaden auf den Haken spiesst. Jetzt verteilten wir uns auf der Insel. Kurz darauf musste Herr Bürge schon eine Angelrute flicken. Die Einen warfen nicht  ins Wasser,  sondern auf die Bäume, ein Anderer fischte Schnürsenkel und der Letzte warf den Silch über die Telefonleitung. Der Zapfen hängt immer noch dort oben. Langsam ging die Sonne auf und wir mussten heimgehen. Als wir vom Fischen wieder zurückgekommen waren, erklärten wir den restlichen Leitern, dass uns die Fische Leid taten. Darum hätten wir keine gefangen. Jetzt gab es einen feinen Brunch mit Rühreiern, Spiegeleiern, Birchermüesli, Käse, Aufschnitt und Konfibroten. Nach den ersten paar Minuten lag Olivers Teller schon auf dem Boden und sein Spiegelei auf der Hose. Fabian lief es auch nicht besser: Ihm fiel die Konfitüre auf den Boden. Nach dem Essen spielten wir Federball und bauten an unseren Hütten weiter. Etwa nach einer Stunde rief uns Herr Bürge zusammen. Er erklärte uns nun, wie man ein T-Shirt mit Stoffmalfarben bedrucken kann. Wir machten uns sofort ans Werk. Viele wollten einen Bürge-Fisch auf das T-Shirt zeichnen. Zwischendurch gab es eine Dessertpause, weil heute Frau Bürge Geburtstag hatte. Jeder durfte sich entweder ein Frucht- oder Schwarzwäldertortenstück holen und es geniessen. Danach malten wir wieder weiter. Plötzlich hatte Roger die Idee, dass zu seinem gezeichneten Käse noch eine Bürge-Fliege passen würde. Als schliesslich alle ihr T-Shirt fertig gestaltet hatten, spielten wir „Schiitliverband“, Federball, Volleyball und “Fünfzehnerlis“. Auf das Abendessen hin bekamen wir noch Besuch, nämlich Frau Pfändler und Frau Schüpbach. An diesem Abend gab es einen Spagettiplausch. Man konnte sich Pilz-, Bolognese- oder scharfe Tomatensauce schöpfen. Als wir fertig gegessen hatten, durften wir wieder spielen gehen und die Leiter assen Spagetti. Später bekamen wir einen vom Besuch spendierten Schokokuss. Nun kam das Doofste des Tages, nämlich die Nachtruhe. Das hiess: duschen, Zähne putzen und ab in den Schlafsack. Doch nicht alle waren artig, denn Lauro und Marco machten noch ein Lichtspiel. Das ging so: Lauro stand beim Lichtschalter und erklärte: „Ich zähle auf drei und dann lösche ich das Licht.“ Die Aufgabe von Marco ging so: Er musste in diesen drei Sekunden in seinem Kaihüttenbett liegen, bevor das Licht aus war. „Eins, zwei und drei“, zählte Lauro. „Aua, gopfritschtutz!“, rief Marco, denn er war im Dunkeln in einen Stuhl gelaufen. So ging es etwa zehn Minuten, bis Herr Bürge ins Zimmer trat und Lauro den Lichtschalter beinahe mit Herrn Bürges Auge verwechselt  hatte. Jetzt war endlich auch in diesem Zimmer Ruhe.
Cyril, Daniel, Patric

     

Donnerstag

Um acht Uhr nahmen wir das Frühstück ein. Als wir anschliessend draussen spielten, fuhr Herr Bürge mit dem Fahrrad um den Lungernsee. Im Restaurant, in dem Benjamin dachte, er hätte seinen Fotoapparat verloren, fragte Herr Bürge, ob sie ihn gefunden hätten. Leider war er nicht dort. Auch auf dem Wanderweg und im Fundbüro blieb die Suche erfolglos. Nun füllte jeder Schüler sein Sandwich mit Käse, Schinken, Salami oder Fleischkäse. Wir nahmen in Zweiergruppen je einen Rucksack, damit wir nicht so viel zu tragen hatten. Anschliessend setzten wir uns in die zwei Kleinbusse und fuhren nach Hergiswil. Als wir in der Glasi ankamen, bekamen wir ein Stückchen Kuchen. Bevor wir die Glaserei betraten, gingen noch viele Schüler auf die Toilette. Als dann alle ihr Geschäft erledigt hatten, deponierten wir unsere Rucksäcke in einem Vorraum neben dem Museum. Als es dann so weit war, gingen wir die Treppe hinauf und setzten uns auf eine Sitzbank. Jetzt kam die Museumsführerin und erzählte den Anfang der Geschichte des Glases. Diese begann schon vor über 6000 Jahren bei den Ägyptern. Die Ägypter schätzten das Glas sehr, denn für sie war Glas so viel wert wie Gold. Das Zimmer, in dem wir waren, passte genau zu diesem Thema. In der Mitte stand eine zimmerhohe Pyramide und an den Wänden waren Tapeten mit Hieroglyphenmustern. Die Führerin sagte auch, dass diese Ausstellung kürzlich zur Schönsten von ganz Europa ernannt worden war. Plötzlich ging die Türe an der Pyramide auf und eine Gruppe ging hinein. Es war ein grosser, dunkler Gang. Dort setzte sich die Geschichte fort. Mit einem Unterschied, denn jetzt sah man auch Bilder, Werk–Orte, das Büro des Chefs, was alles hergestellt wurde, wie all die Firmen heissen und Vieles mehr. Am Ende des Ganges ging eine Türe auf und es wurde wieder hell, hell und warm, denn wir standen über der Glasfabrik. Dort arbeiteten ungefähr zehn Männer, die verschiedene Gebrauchsgegenstände herstellten: Aschenbecher, Teller, Vasen, Flaschen, natürlich alles aus Glas. Als es uns zu heiss wurde, marschierten wir aus der Fabrik heraus, holten unsere Rucksäcke und warteten draussen. Als die Leiter auch kamen, führten sie uns zu einem grossen Spielplatz. Dort gab es drei kleine Sandbagger, einen fünf Meter hohen Fiberglasdrachen, einen Turm mit einer Rutschbahn und ein Drehkarussell. Als jeder sein Brötchen gegessen hatte, fragte Herr Bürge, wer alles ein „Glasfigürli“ im Laden kaufen möchte. Wir teilten uns in vier Gruppen ein, davon kaufte eine Gruppe nichts. Während die drei Gruppen in den Laden gingen, wartete die andere schon bei den Bussen. Eine halbe Stunde später fuhren wir wieder los Richtung Lungern. Nach einer knappen Stunde kamen wir bei unserem Lagerhaus an. Herr Bürge fragte nun, wer alles in die Badi kommen möchte. Sofort stürmten einige los und zogen sich im Zimmer die Badehose an. Einige  wollten mit den Kickboards oder den Rollerblades zur Badi hinunterfahren. Weil diese schneller waren, mussten sie beim Badieingang auf die anderen waren. Als dann Herr Bürge kam, mussten wir warten, bis er bezahlt hatte. Nachdem sich jeder ein Plätzchen auf der Liegewiese eingerichtet hatte, rannten wir zur Wasserrutschbahn. Einige schoben die Badehose etwas hinunter, um dann auf dem Po zu rutschen. So war man nämlich viel schneller. Als dann die Badestunde vorbei war, bauten wir beim Lagerhaus im kleinen Wäldchen an der Hütte weiter. Vor dem Abendessen mussten wir noch duschen. Nur Marco hatte es vergessen. Zum Abendessen gab es eine Reis–Party. Das Essen bestand aus Reis mit Currysauce, Speck -, Bratwurst - und Tomatenstücklein, Kapern, Fruchtsalat, Oliven usw. Nach dem Essen ging Marco noch duschen. Anschliessend wanderten wir mit den Lagerleitern zur  Cantina Caverna. Das ist ein Restaurant im Berg. Dort durften wir ein Dessert geniessen. Es war ein Vanillecoup mit frischem Fruchtsalat. Später sahen wir uns die Schiessanlage im Berg an. Auf einer Tafel vor dem Eingang stand, dass es die erste 300 Meter Schiessanlage der Welt in einem Berg sei. Wir durften nun einem Schützen zuschauen, der fürs Rütlischiessen trainierte. Wir mussten natürlich einen Ohrenschutz tragen und jeder durfte anschliessend je eine Patronenhülse mitnehmen. Natürlich nicht eine, die ge-rade aus dem Gewehr geflogen war, denn diese Hülsen waren noch sehr heiss.  Wir waren drei Stunden lang in der Schiessanlage und fuhren dann im Dunkeln mit den Bussen wieder zum Lagerhaus. Dort schauten wir noch eine Weile einem Fussballmatch zu, denn auf der anderen Seite der Strasse ist ein grosses Fussballfeld. Marta fand einen Spieler besonders hübsch. Dieser schoss aber später ein Eigentor. Plötzlich gab es ein Foul. Da kickte ein Spieler den Ball wieder in die Mitte und weil der Schiedsrichter dort stand,  fiel ihm der Ball genau in die Hände. Er schaute so verdutzt, dass alle lachten. Als das Fussballspiel zu Ende war, spielten wir drinnen Spiele. Um 22.30 Uhr gingen alle ins Bett.
Lauro, Pascal Kr., Roger, Gabriel

     
 
     

Freitag

Um sieben Uhr standen wir auf, da wir an unserem zweitletzten Tag in Lungern noch viel Spass haben wollten. Aber leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Weil es nicht ganz schönes Wetter war, wurden wir gezwungen, das erste Mal im Haus zu essen. Nach dem Frühstück waren alle auf das heutige Tagesprogramm gespannt. Herr Bürge verkündete: “Wir stellen das Programm um und räumen am Vormittag die Zimmer auf und beginnen mit dem Packen.“ Aufräumen hiess zuerst packen, dann fetzeln, darauf folgte das Abfalleimer leeren und zu guter letzt staubsaugen. Dann konnten wir im Spielraum spielen. An diesem Tag wurde auch das Spiel „Mitternacht“ populär. Bald darauf nahmen wir das Mittagessen ein. Es gab Essenreste von der vergangenen Woche. Danach teilten wir ein, wer Tennisspielen oder wer zum Wasserfall spazieren wollte. Manche konnten auch beides machen. Tennisspielen war sehr schön, amüsierend und machte richtig Spass. Die anderen Kinder wollten zum Wasserfall. Das Problem war aber, dass Pascal seine Uhr vermisste. Und bevor wir die Uhr gefunden hatten, wollten wir nicht losmarschieren. Pascal dachte, sie sei im Abfalleimer. Doch am Morgen hatten wir den Abfalleimer geleert. So musste Herr Bürge Gummihandschuhe kaufen und im Abfallsack herum wühlen. Es kam Einiges hervor, aber keine Uhr. Herr Bürge suchte weiter, aber vergeblich. Später gingen wir dann trotzdem zum Wasserfall. Als wir angekommen waren, schauten wir dem Wasserfall zu. Aber wir wollten unbedingt unter dem Wasserfall stehen, baden oder einfach herum springen. Leider war der Boden feucht und darum glitschig. Es war einfach etwas riskant, aber wir sind in der sechste Klasse und wenn wir uns etwas in den Kopf gesetzt haben, dann lassen wir nicht locker. So hatte Herr Bürge keine Chance und willigte ein. Wir schafften es locker hinüber. Wir sind halt eine starke Klasse. Alle, die dort waren, sind einmal unter dem Wasserfall gestanden oder durchgerannt. Das hat voll Spass gemacht, obwohl es recht kalt war. Die meisten hatten eine Regenjacke dabei und wurden nicht sehr nass. Die anderen dagegen wurden nass, doch es war viel cooler ohne Jacke. Beim Zurückgehen gab es wegen einer Tasche Streit zwischen Lauro und Marco. Doch schon bald waren sie wieder gute Freunde. Als wir schlussendlich beim Lagerhaus angekommen waren, entfachten wir ein Feuer, um grillen zu können. Der Rest half, die Toastbrote mit Brät zu schmieren. Als die Holzkohle glühte, legten wir unsere Brätschnitten verkehrt auf den Grill und warteten, bis sie fertig waren. Es dauerte etwa zehn Minuten. Jeder bekam zwei Brätschnitten. Nach dem Essen spielten wir wie immer. Manche fuhren mit den Kickboards und den Rollerblades um das Lagerhaus. Später gab es ein feines Dessert, nämlich Vanilleglace mit Meringues und wer wollte, konnte noch Rahm nehmen. Danach durften wir noch einmal spielen, einfach nicht nach draussen gehen. Kurz nach 23.00 Uhr mussten wir ins Bett.   
Lukas, Betina, Pascal Kü.   

     

Samstag
Am Samstagmorgen kam Herr Bürge um 6.30 Uhr ins Zimmer und rief laut: „Tagwach!“ Als wir die gedruckten Leibchen angezogen hatten, brachten alle die Koffer zum Bus hinunter. Marco brachte seinen Koffer erst eine halbe Stunde später. Er hatte seinen Schlafsack nicht in die Hülle gebracht. Als Marco mit dem schweren Koffer zum Bus kam, hatte Herr Bürge grosse Freude, denn er war bereits fertig mit packen. Um 7.30 Uhr nahmen wir das Frühstück ein. Es gab wie üblich Zopf, Brot, Konfitüre, heisse und kalte Milch, Honig und Butter. Wir durften jetzt nur noch ein WC benützen, weil die anderen schon geputzt waren. Vor dem Abfahren machten wir noch zwei Fotos. Eins ohne und eins mit Thomas. Nachdem wir nämlich das erste Foto gemacht hatten, bemerkte jemand, dass Thomas noch auf der Toilette war. Herr und Frau Schilter kamen zum Abschluss das Haus kontrollieren. Sie waren von unserer Endreinigung begeistert. Alle stiegen nun in die zwei Busse ein. Herr Bürge fuhr rückwärts die Strasse hinunter. Bei der Feuerwehr kehrte er den Bus und wir konnten richtig losfahren. Wir entdeckten unten an der Hauptstrasse, dass heute in Lungern die schweizerische Skinati mit Rollerblades einen Riesenslalom fuhr. Wir liessen Lungern hinter uns und fuhren den Brünig hinunter. Als wir gerade bei Hergiswil vorbeifuhren, hörten wir im Radio, dass es im Bereich Emmen Stau hätte. Als wir nach Luzern aus einem Tunnel fuhren,  sahen wir eine Baustelle und zehn Kilometer Stau dahinter. Wir hörten später im Radio, dass mit einer Wartezeit bis zweieinhalb Stunden gerechnet werden müsse. Gottlob war dieser Stau auf der gegenüberliegenden Fahrspur! Marco schlief den halben Weg, weil Thomas einen nicht gut riechenden Kaugummi im Mund hatte. Auf einmal rief Roger zu Herrn Bürge, ob man das Fenster aufmachen könnte. Nach zehn Minuten rief der beinah erfrorene Cyril, ob man das Fenster wieder zumachen könnte. Plötzlich sahen wir das sehnsüchtig erwartete Blinkersetzen. Herr Tarnutzer, mit dem Fuss voll am Boden, überholte Herr Bürge mit dem Opel. Etwa um 11.30 Uhr bogen wir in Guntershausen auf das Schulareal ab. Wir stiegen alle aus und Manuel bekam den Schlüssel vom Schulhaus, denn Cyril’s Blase platzte bald. Auch viele andere Schüler gingen nun aufs WC. Wieder erleichtert, nahmen wir nun das Gepäck aus den Bussen. Die Eltern warteten bereits sehnsüchtig auf uns. Und wenn wir zurückdenken, findet jeder, dass das Herbstlager in Lungern megaschön war!
Florian, Marta, Marco

     
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