Schulreise 6. Klasse

     

Anfangs der sechsten Klasse meldeten wir uns beim „Experiment Nichtrauchen“ an. Dieses Projekt dauerte ein Jahr. Gegen Ende der sechsten Klasse hatten wir noch keine Schulreise gemacht. Weil unsere Klassenkasse noch ziemlich gefüllt war, wollten wir eine Reise in die Innerschweiz machen. Alles war eigentlich schon fertig geplant, als uns Herr Bürge plötzlich berichtete, dass wir die Schulreise nicht machen werden, weil wir einen SBB-Reisegutschein im Wert von 500 Franken vom Projekt „Nichtraucher“ gewonnen haben. Nun planten wir eine längere Reise in den Kanton Tessin. Als Herr Bürge die Route studierte, fiel ihm auf, dass wir acht Stunden im Zug verbringen müssten und das wäre eindeutig zu viel gewesen. Also entschlossen wir uns, die Schulreise nach Göschenen und anschliessend zum Tierpark Arth-Goldau zu machen. Am Donnerstag, dem 31.Mai wollten wir die Reise zum ersten Mal starten. Doch das Wetter spielte nicht mit und wir mussten die Schulreise verschieben. Wir machten einige Termine aus. Der beste war der 14.Juni, den wir sofort in die Agenda einschrieben. Als es soweit war, freuten wir uns riesig.

Alle besammelten sich um 6.45 Uhr beim Bahnhof Guntershausen. Um 6:51 Uhr fuhren wir in Guntershausen mit dem Zug ab. Im Zug nach Winterthur sassen wir alle müde da. In Winterthur mussten wir umsteigen, um nach Zürich HB zu fahren. Um 7:53 Uhr kamen wir dort an. Wir hatten eine Viertelstunde Zeit, um umzusteigen. Der nächste Zug fuhr nach Gö-schenen. Einige machten auf der Fahrt ein Quartett, andere spielten Poker, Yatzi und andere Spiele. Der Rest hörte MP3-Player oder schwatzte miteinander. Bei Wassen sahen wir das „Chileli“ auf gleicher Höhe und etwas später von oben. Plötzlich rief Cyril: „Ich sehe den Teufelsstein!“ Als die anderen aus dem Fenster schauten, sah niemand den Teufelsstein. Dann sagte Herr Bürge: „Bei der nächsten Station steigen wir aus. Also esst noch etwas, damit ihr dann Kraft für sie Velotour habt!“ Die meisten assen jetzt ein Sandwich. Anschliessend packten wir alles zusammen und um 9:48 Uhr stiegen wir in Göschenen aus.
Manuel, Claudio, Fabian, Benjamin


Wir gingen bis zur Fahrradvermietung und schauten die Velos an. Jeder probierte ein Velo aus und stellte die Sattelhöhe ein. Als Herr Bürge kam, erklärte er uns, dass wir die Fahrräder noch nicht nehmen dürften. Herr Kopp, der Chef der Vermietung käme gleich. Als dieser dann eintraf, durften wir die Velos nehmen und ausprobieren. Es gab die Rahmengrössen S, M und L. Die Leiter lasen unsere Namen für die Gruppeneinteilung herun-ter. Dann startete die erste Gruppe mit Herrn Bitzer. Später fuhr Frau Bitzer mit ihrer Gruppe los. Etwa nach fünf Minuten fuhr Frau Bürge mit ihrer Gruppe die alte Kantonsstrasse hinunter und am Schluss folgte Herrn Bürge’s Mannschaft. Wir rasten eine steile Strasse hinunter und hielten bei einer Unterführung an. Die letzte Gruppe mit Herrn Bürge kam nicht an. Wir fuhren mit einem gewaltigen Tempo, doch plötzlich rief Herr Bürge Herrn Bitzer an. Bei der „Bürgeleuten“ lief nicht alles glatt, weil sie in Amsteg einen falschen Weg gewählt hatten. Als die letzte Gruppe der Reuss entlang fuhr, gab es auf einmal ein komisches Geräusch. Michael hielt an und rief: „Stop!“, denn er hatte eine Velopanne. Nach kurzer Zeit war das Problem gelöst und die Gruppe fuhr weiter. Kurze Zeit später lag Patric’s Velo einsam auf der Strasse und Patric lag im Strassengraben. Was war passiert? Patric hatte eine Kurve verpasst und kroch nun jammernd aus einem Dornbusch heraus. In der Zwischenzeit warteten die anderen Grup-pen etwa zehn Minuten bei einem Veloweg. In Erstfeld trafen sich wieder alle glücklich. Danach fuhren wir miteinander Richtung Flüelen. Bei dieser Fahrt kam uns ein Polizeiwagen entgegen und zeigte Fabian ein ermahnendes Zeichen, weil er fast in der Strassenmitte fuhr. Als wir glücklich in Flüelen ankamen, gaben wir die Velos am Bahnhof zurück.
Oliver, Pascal Kre., Thomas, Daniel, Florian

Dann spazierten wir zum Vierwaldstättersee hinunter. Am See angekom-men, zogen viele die Schuhe aus und hielten die Füsse ins Wasser. Herr Bürge erklärte: „Ihr habt jetzt eine Stunde Zeit, um Mittagsrast zu machen.“ Alle stärkten sich nun mit etwas Feinem. Lukas kam auf die Idee, dass wir „Gunti’s next Topmodel“ spielen könnten. Weil einige die Idee gut fanden, spielten sie „Topmodels“ und die andern schauten zu. Wir wählten eine Jury, in der Manuel der Lauftrainer war. Lukas übernahm die Rolle von Heidi Klum. Manuel erklärte uns, wie wir laufen müssen und zeigte es vor. In der ersten Runde mussten wir laufen und eine coole Pose machen. Marco flog als erster raus. Da wurde er so wütend, dass er die Jury angriff, Securitasmann Benjamin musste Marco fangen, beruhigen und wegschlep-pen. Nach jeder Runde fiel mindestens eine Person aus dem Wettbewerb, bis schlussendlich Charlène gewann. Weil es so lustig war, machten wir nochmals ein Casting. Diesmal spielten viel mehr mit und Herr Bürge filmte uns mit der neuen Kamera. Am Schluss musste sich die Jury zwischen Marta, Betina und Patric entscheiden. Die Jury entschied sich für Betina. Herr Bürge sagte: „Wer ein Glace will, muss in zwei Minuten zu mir kom-men“. Natürlich rannten alle nach zwei Minuten zu Herrn Bürge. Er führte uns zum Bahnhofskiosk. Alle wählten eine Glace aus, spazierten wieder zum See hinunter und lutschten am feinen Eis. Plötzlich hatte Cyril eine „Superidee“; er band seine Coca-Cola Flasche mit einer Schnur an den grossen Zeh und hielt ihn ins Wasser. Danach spazierten alle, ausser Cyril zum Schiff. Cyril ass seelenruhig seine Glace weiter. Als er damit fertig war, lief er mit Gänseschrittchen zum Schiff. Als alle ins Schiff eingestie-gen waren, fuhren wir los. Ein fremder Junge wollte Roger immer den Ha-ken stellen, aber es klappte nie. Bei einem Oberstufenschüler sah man die ganze Unterhose, weil er die Hose so weit unten trug. Es waren recht viele Leute auf dem Schiff, deshalb war es nicht einfach, einen guten Platz zu finden. Doch im Bug hatte es noch Platz. Die meisten Leute bewunderten einfach die wunderschöne Landschaft. Nach ein paar 100 Metern hielt das Schiff bei der nächsten Station an. Als wir wieder auf dem See waren, flog ein Hut ins Wasser. Wir fuhren an der Rütliwiese, am Schillerstein ... vor-bei. Wir, die vorne sassen, spielten „Eh muni muni mai“. Einige Kindergärtler schauten uns interessiert zu. Wir fragten, ob sie mitspielen wollen, aber sie wollten nicht. Später machten wir „Schäre Stei Papier“. Als auch das langweilig wurde, spielten wir Mitternacht. Bei Brunnen stiegen wir aus. Danacht sprinteten wir, um den Zug nicht zu verpassen, zum Bahnhof. Als wir nach einer viertelstündigen Zugfahrt in Arth-Goldau angekommen waren, spazierten wir zum Tierpark.
Charlène, Roger, Michael, Pascal Kü.

Als wir am Eingang Tierfutter gekauft hatten, mussten die ersten Kinder schon auf die Toilette. Wir begegneten einigen Ziegen, die noch am einen oder anderen Ort mit Winterfell bedeckt waren. Doch nicht nur Ziegen, sondern auch Rehen und anderen verschiedenen Tieren begegneten wir. Als wir den Rundgang beendet hatten, entfachte Herr Bürge mit den bei-den anderen Feuerchefen Manuel und Cyril ein grosses Feuer. Herr Bürge erklärte uns, dass wir den Park nun selber erforschen dürften. Wir trafen wieder auf die hungrigen Rehe und Ziegen, die nur darauf warteten, unser gekauftes Futter zu klauen. Wir sahen aber auch andere Tiere, wie zum Beispiel den Luchs und den Bartgeier. Als wir die runden Schweine sahen, haute es uns fast aus den Socken, denn sie frassen so schnell und viel, dass wir beim Beobachten fast nicht mehr nachkamen. Wir gingen weiter und sahen am Rande des Geheges einen ausgewachsenen Ziegenbock, der sehr angriffslustig war. Wir schritten weiter zum Bärengraben, der sich genau neben dem Restaurant befand. Der Bär ist eines der beliebtesten Tiere im Tierpark Goldau. Der Bär war im Stande, dass er das Futter sogar in der Luft abfangen konnte. Im Hintergrund sah man einen kleineren Bä-ren, der zuschauen musste, wie ihm sein grösserer Artgenosse das ganze Futter ’’wegmampfte“. Nachdem wir die beiden Bären gefüttert hatten, eilten wir in Richtung Feuerstelle, bei der wir anschliessend unsere Würste brieten. Bettinas ’’Marsh Melow“ war zu einer Grösse von einem Tennisball angeschwollen. Cyril hatte keine Wurst mitgenommen, sondern einen Fleischkäse, der in der Mitte zerbrach. Als wir nach etwa zweistündigem Tierparkbesuch wieder beim Ausgang zusammentrafen, durften wir Getränke oder Souvenirs kaufen.
Dominik, Marco, Gabriel, Patric

Nun spazierten wir in einem etwa zehnminütigen Fussmarsch zum Bahn-hof und stiegen kurz nach 17.00 Uhr in den „Voralpen-Express“ ein. Un-terwegs spielten wir im Zug wieder „Gunti’s next Topmodel“. Die Kandida-tinnen und Kandidaten waren Charlène, Michael, Marta, Pascal Kr., Lukas und Betina. Im Zug konnten wir nicht so gut Topmodel spielen, weil es immer rüttelte und wir nicht so gut laufen konnten. Deshalb hörten wir nach einer Weile mit diesem Wettbewerb auf. Lukas hatte dann die tolle Idee, „Herzblatt“ zu spielen. Dieses Spiel ging so: Es gab einen Kandida-ten auf der einen Seite, und auf der anderen Seite hatte es drei Kandida-tinnen. Der Kandidat stellte den Kandidatinnen drei Fragen und sie mussten diese Fragen beantworten. Danach musste der Kandidat entscheiden, wen er will. Diese Show spielten wir eine ganze Weile, aber dann kamen immer mehr Schulkollegen dazu. Deshalb entschieden wir, eine andere Unterhaltungssendung zu spielen, in der alle mitmachen konnten. Lukas schlug vor, “are you hot“ zu spielen. Da es nicht alle kannten, erklärte uns Lukas, dass es ein Fernsehspiel sei. Wir konnten leider nicht lange spielen, weil Marcos Nerven schnell platzten. Nach einer guten Stunde erreichten wir schon Wattwil und es war Zeit, umzusteigen. In Wattwil umgestiegen, ging es schnell mit dem Zug nach Wil. Nun spielten wir „Tat oder Wahrheit“. Betina musste einmal Frau Bürge mit Herrn Bürge verwechseln und sie dann nach der Zeit fragen. Die anderen, die beim Spiel nicht mitmach-ten, hörten Musik. Als wir in Wil angekommen waren, mussten wir auf das gegenüberliegende Gleis wechseln. Herr Bürge erlaubte sich einen Spass und machte eine Andeutung durch das Fenster, dass der Zug in die falsche Richtung fahren würde. Von Wil nach Guntershausen machte Cyril auch noch bei unserem Spiel mit. In Guntershausen verabschiedeten wir uns von den Begleitern Ursina und Peter Bitzer und von Frau und Herrn Bürge. Dann gingen wir müde, aber glücklich von dieser über zwölfstündigen und tollen Schulreise nach Hause.
Cyril, Marta, Lukas, Betina

 

 

     
   

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