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In der Primarschule Guntershausen in der 4. Klasse drehte sich alles in der Naturkunde um Vögel. Eines Tages hatte es im Schulzimmer ein rotes brummendes Ding. Frau Meier erzählte, dass es ein Brutkasten sei. Im Schulzimmer einen Brutkasten haben ist doch unmöglich! Bei uns nicht. Darauf stand: Bitte nicht anfassen! Weil es Eier drin hatte.
Jede vierundzwanzig Stunden mussten wir das Türchen aufschliessen und die Eier umdrehen. Ausserdem brauchte es täglich auch Wasser.
Nun hiess es warten, warten und nochmals warten. Ganze drei Wochen lang haben wir immer wieder geguckt.
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Am Donnerstag, den 14. Juni 07 schlüpfte unser erstes Küken. Am Freitagmorgen schauten wir sofort wieder hinein. Es war spannend. Zuerst haben wir nur ein Loch in der Eischale gesehen. Nach einiger Zeit hatte es Risse, die immer grösser und grösser wurden. Plötzlich kullerte ein herziges, kleines Küken aus dem Ei. Es lag müde, schwach, ängstlich und erschöpft am Boden. Wir blieben über Mittag in der Schule, um das Schlüpfen zu beobachten. Am Nachmittag sind ein paar Schüler bis ein Viertel vor fünf Uhr geblieben. Es war sehr schön anzusehen, wie die Küken schlüpften. Um zehn vor vier Uhr war es so weit. Die ersten Küken waren trocken. Es ging los: "Ich darf das haben." "Nein, ich!" Wir nahmen sie aus dem Brutkasten heraus und setzten sie unter die Wärmelampe. Sie waren so herzig und wir freuten uns riesig! Sie waren so flaumig. Um Viertel nach vier nahmen wir die nächste Ladung heraus.
Vier Tage nach der Geburt durften wir sie taufen und markieren. Die Namen der Küken lauten: Strubi, Speedy, Bäschteli, Gisbert, Rodney, Rocky, Ron, Sprinti, Pipo, Amanda, Sandy, Galimero, Pamela, Jamy, Robby, La Bomba, James und Jacky. Es gab leider auch zwei Behinderte, Jacky und James. James verliess und schon bald. Fünf hatten es gar nicht geschafft. Wir schlugen die Eier auf und sahen die Embryos.
Wir hatten sehr viel Spass mit den Kücken. Sie wohnten im Hasengehege. Ein paar Mal am Tag durften wir sie heraus nehmen und streicheln. Als sie eine Woche alt waren, liessen wir sie im Schulzimmer herum trippeln. Sie frassen und tranken viel und koteten den ganzen Käfig voll.
Sie wuchsen sehr schnell und bekamen schon starke Flügel. Sie flatterten bald im Schulzimmer herum. Schade, dass wir unsere Küken nur bis zu den Sommerferien behalten dürfen. Wir hätten sie gerne in die fünfte Klasse mitnehmen wollen.
Für alle Küken fanden wir einen Platz. Einige Schüler durften sogar eins oder zwei mit nach Hause nehmen. Die hatten Glück. Bald werden unsere Bibeli junge Hähne und Hühner sein.
Das Erlebnis war super und vergessen werden wir es nie!
(Adrian, Marcel, Martin, Cyril)
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