Gehaltvolles, eindrückliches Weihnachtsspiel der Viertklässler
Text: August Ott
Foto: Manuela Frei

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In vier Aufführungen boten die Viertklässler von Guntershausen unter der Leitung von Magnus Bürge ein Weihnachtsspiel, das gesellschaftskritisch und gehaltvoll zugleich war. Die Aufführung überzeugte auch durch das grosse innere Engagement der einzelnen Spielerinnen und Spieler.

 
 

 

Seit über 20 Jahren führt die Primarschule Guntershausen ein Weihnachtstheater auf. In diesem Jahr lag es an Magnus Bürge, die Bevölkerung mit seinen Viertklässlern auf Weihnachten einzustimmen. Am Sonntag war in der Turnhalle die letzte von vier Aufführungen zu sehen. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler haben dabei alles in ihr Spiel gelegt. Der Funke sprang auf das Publikum über, das während der ganzen Aufführung gespannte Ruhe und Aufmerksamkeit zeigte.
     
 
     
Was bedeutet die heilige Nacht für Sie?
Den ersten Teil bildete „Das Bänkellied der heiligen Nacht“. In einem Liederzyklus zeigten die Schüler, wer in der heiligen Nacht alles dabei war und wie diese Personen heute aussehen könnten. Da war der Schreiber von Bethlehem, der die Leute zählen muss und vor allen Dingen die Mehrarbeit um die Weihnachtszeit sieht. Auch der Gastwirt klagt über die Mehrarbeit und schickt die Kinder aufs Zimmer, wo sie ihre Weihnachtslieder am Radio anhören sollen. Der Ochse freut sich am vielen, guten Essen, während der Esel seinen Vorteil in den langen Ruhezeiten findet. Die drei Weisen hingegen sind zur richtigen Zeit wach und machen sich auf den Weg zu ihrem Herrn. Auch die einfachen Hirten sind als erste mit dabei. Sie gleichen jenen, die sich in der Kirche Zeit nehmen für eine Besinnung und Begegnung mit Gott und die auch an andere denken. Am Ende erging die Frage ans Publikum, wo sich jeder einzelne selber in der heiligen Nacht sieht.
     
 

 

Ein König für alle mit gutem Willen
Den zweiten Teil bildete ein Theater mit dem unkonventionellen Titel „Die Räuber von Bethlehem“. Der grosse Teil des Volkes ist darin gleichgültig und lässt sich nur widerwillig zählen. Sein Hauptthema ist der mühsame, weite Weg zum jeweiligen Geburtsort während der kalten Winterszeit. Die Räuber gehen ihrem groben Handwerk nach, zeigen aber, dass auch sie ein minimales Ehrgefühl haben. So finden sie den Weg in den Stall nach Bethlehem. Dort führen sie, die den äusseren Kampf mit dem Schwert stets siegreich bestehen, einen inneren Kampf und huldigen ihrem neuen König.
Die Geschichte, die sehr gut auf die Welt des Kindes ausgerichtet ist, zeigte klar, dass auch wilde Kerle mit einem guten Kern an die Krippe Jesu gehören, sofern sie sich tieferen Fragen nicht ganz verschliessen.
Zum Schluss dankte der Schulpräsident Andreas Hehle allen Schülern der vierten Klasse und ihrem Lehrer Magnus Bürge für die eindrückliche Leistung, den Mut und das grosse Engagement. Sie hätten alles in ihr Spiel gelegt, was vom Publikum auch mit einem lang anhaltenden Applaus bestätigt wurde.

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